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Graues Geröll statt strahlender Gletscher

Im Rahmen der Tagung «Hallers Gletscher heute» anlässlich des 300. Geburtstags von Albrecht von Haller zogen Schweizer Wissenschaftler eine düstere Bilanz.

Universalgenie Albrecht von Haller: Sein Naturgedicht über die Alpen wurde Kult: 1729-1736 wirkte er als Arzt in Bern. In dieser Zeit erlangte er mit seinem Lyrikband «Versuch Schweizerischer Gedichte», in dem auch «Die Alpen» stand, ersten Ruhm.
Universalgenie Albrecht von Haller: Sein Naturgedicht über die Alpen wurde Kult: 1729-1736 wirkte er als Arzt in Bern. In dieser Zeit erlangte er mit seinem Lyrikband «Versuch Schweizerischer Gedichte», in dem auch «Die Alpen» stand, ersten Ruhm.
Keystone
Der junge Alpendichter: Ölgemälde aus dem Jahr 1730.
Der junge Alpendichter: Ölgemälde aus dem Jahr 1730.
Privatbesitz Haller300
Von Hallers Arbeitsweise: Um den Überblick über seine vielen Projekte zu behalten, behalf sich das Universalgenie mit einer Unmenge an Notizzetteln.
Von Hallers Arbeitsweise: Um den Überblick über seine vielen Projekte zu behalten, behalf sich das Universalgenie mit einer Unmenge an Notizzetteln.
Burgerbibliothek Bern
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Seit dem Jahr 1975 haben die Gletscher in den europäischen Alpen bis heute rund 12 Prozent ihres Volumens verloren, erklärte Wilfried Haeberli, der Direktor des Geographischen Instituts der Universität Zürich bei der Tagung. Die Fortsetzung einer Entwicklung, die seit dem Jahr 1850 erkennbar ist: Seit damals bis Mitte der Siebzigerjahre hatten die Gletscher bereits die Hälfte ihrer Masse eingebüsst.

Folgerichtig gab Haeberli für die Zukunft der Alpen eine düstere Prognose ab. Selbst bei einer globalen Temperaturzunahme von zwei Grad Celsius, dem günstigsten Szenario des Klimawandels, werden demnach nur kümmerliche Reste der Gletscher übrig bleiben.

Statt der Postkarten-Alpen also eine grau-braune Berglandschaft, die zudem gefährlicher werden wird. Das Eis im Untergrund der Gletscher wird den Fachleuten zufolge wohl langsam abschmelzen. In der Folge dürften die Hänge an Stabilität verlieren, so dass mehr Erdrutsche die Täler bedrohen werden.

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