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Forscher entdecken ausgestorbenen Riesenstorch

Auf der indonesischen Insel Flores sind die Überreste eines Riesenstorchs gefunden worden. Mit einer Grösse von 1,80 Metern haben die Laufvögel die damals dort lebenden kleinwüchsigen Menschen deutlich überragt.

Grösser als die damaligen Menschen: Riesenstorch auf Flores.
Grösser als die damaligen Menschen: Riesenstorch auf Flores.
Keystone

Der bis zu 16 Kilogramm schwere Storch aus der Marabu-Familie lebte vor 20'000 bis 50'000 Jahren auf der Sunda-Insel und hielt sich wohl vorwiegend an Land auf, wie die Paläontologen Hanneke Meijer und Rokus Due vom Nationalen Archäologischen Forschungszentrum in Jakarta im Fachmagazin «Zoological Journal of the Linnean Society» schreiben.

Seine Beinknochen wurden bei Ausgrabungen im Westen der Insel entdeckt. Da die Insel niemals Teil einer anderen Insel oder des Festlands war, entwickelte sich eine eigentümliche Fauna. Kleine Säugetiere zum Beispiel tendieren auf solchen Inseln dazu, grösser zu werden, weil sie keine Konkurrenz durch Fleischfresser fürchten müssen.

Flores-Mensch war nur 1,2 Meter gross

Grosse Säugetiere wie Elefanten schrumpfen hingegen aufgrund der Nahrungsknappheit. Der als «Hobbit» bekannte Flores-Mensch, der so genannte Homo floresiensis, der bis vor 17'000 Jahren die Insel bevölkerte, war zum Beispiel nur 1,2 Meter gross.

Noch heute leben auf Flores die mit 40 Zentimetern grössten Ratten der Welt. Die Insel beherbergt auch die grösste lebende Art der Echsen, den bis zu drei Meter langen und 70 Kilogramm schweren Komodowaran.

SDA/miw

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