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Der Wurm ist drin – auch ganz tief unten

Er ist bloss ein winzig kleiner Wurm. Aber mit Halicephalobus mephisto hat die Wissenschaft nicht gerechnet.

Ein Fund von tieferer Bedeutung: Halicephalobus mephisto unter dem Mikroskop.
Ein Fund von tieferer Bedeutung: Halicephalobus mephisto unter dem Mikroskop.
Universität Gent, Gaetan Borgonie

Es ist heiss, es ist eng, und es gibt kaum Sauerstoff: Bisher dachte man, dass kilometertief unter der Erdoberfläche nur Bakterien und andere Einzeller leben können. Ein winziger Wurm belehrt die Wissenschaft nun eines Besseren.

Eine Forschergruppe der Universität Princeton berichtet in der Fachpublikation «Nature» von einen halben Millimeter grossen Fadenwürmern, die in Tiefen von bis zu drei Kilometern unter der Erdkruste lebten. Die Wissenschaftler entdeckten die Würmer in jahrtausendealtem Wasser, das in Felsspalten in südafrikanischen Minen eingeschlossen ist. Im für den Abbau der Erze verwendeten Wasser kamen die Würmer jedoch nicht vor.

Asexueller Mephistopheles

Eine der in der Tiefe vorgefundenen Arten ist eine Neuentdeckung. Die Wissenschaftler benannten sie nach dem griechischen Namen Mephistopheles, was so viel bedeutet wie «Der das Licht nicht mag». Der neu entdeckte Wurm ernährt sich von Bakterien, hält hohe Temperaturen aus und vermehrt sich asexuell.

Die Forscher vermuten, dass ähnliche Funde auch an anderen Stellen unter der Erdoberfläche gemacht werden könnten. Zudem sei die Entdeckung von mehrzelligen Lebewesen auch bedeutsam für die Suche nach Leben auf anderen Planeten unseres Sonnensystems.

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