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Start-Up will Delfinsprache in vier Jahren entziffern

Ein schwedisches Projekt will mithilfe künstlicher Intelligenz die Kommunikation der Meeressäuger entschlüsseln. Das wäre auch für Astrobiologen interessant.

Seit Jahrzehnten suchen Forscher einen Weg, das Kommunikationssystem der Delfine zu entziffern. Dank des schwedischen Start-up-Unternehmens Gavagi könnte dieses Ziel bereits in vier Jahren erreicht werden, wie die «Huffington Post» schreibt.

Die Firma hat eine Sprachanalyse-Software entwickelt, die schon 40 Sprachen entschlüsselt hat. Mithilfe künstlicher Intelligenz soll sie nun der Sprache der Meeressäuger auf den Grund kommen.

Funktion der Sprache bekannt

In einem gemeinsamen Projekt mit der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm wollen die Forscher Pfiffe, Quietsch- und Klicklaute der Tiere analysieren. «Wir wissen, dass Delfine ein komplexes Kommunikationssystem haben, aber wir wissen noch nicht, worüber sie sprechen», sagt Jussi Karlgren, Mitgründer der Firma Gavagai.

«Wir wissen allerdings sehr wohl, welche Funktion die Sprache hat.» Die Tiere würden diese bei der Jagd nutzen, bei der Partnersuche oder wenn sie sich gemeinsam gegen Angreifer verteidigen.

Hinweise auf Syntax

Delfine haben ein Äquivalent eines Namens – den sogenannten Signaturpfiff. Mit diesem ist jedes Tier ein Leben lang identifizierbar. Ob das Kommunikationssystem der Delfine der menschlichen Sprache ähnelt, ist unklar. Allerdings gibt es Hinweise auf Silben, Wörter und Syntax.

Letztes Jahr haben Forscher in Russland behauptet, eine Konversation zwischen zwei Grossen Tümmlern aufgenommen zu haben. Die beiden Tiere aus dem Schwarzen Meer hätten Impulse und Pfiffe von sich gegeben, die Wörtern und Sätzen entsprechen würden.

Kommunikation mit Ausserirdischen

Gelingt dem schwedischen Projekt der Durchbruch, wäre das nicht nur bedeutend für die Zoologie. Es könnte hilfreich sein, um dereinst mit einer intelligenten ausserirdischen Zivilisation zu kommunizieren, wie die Zeitung schreibt. Das erinnert an den «Star-Trek»-Film Zurück in die Gegenwart von 1986. Dort spielten auch Meeressäuger eine Schlüsselrolle, als eine ausserirdische Raumsonde versuchte, mit Buckelwalen in Kontakt zu treten.

Ein Problem bei der Suche nach ausserirdischen Leben sei die Kommunikation, schreibt die Plattform futurism.com im Hinblick auf die Software von Gavagi: «Wir brauchen Wege, mit Ausserirdischen zu kommunizieren. Da kann es nicht schaden, wenn wir schon die Sprache einer anderen Lebensform beherrschen.»

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