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Blick in die Schatztruhe der Natur

Innerhalb von zehn Jahren wurden in Papua-Neuguinea im Schnitt zwei neue Tierarten pro Woche entdeckt. Der WWF veröffentlicht erstmals die Studie dazu – und die Bilder!

Dieser Waran (Varanus macraei) ist eine von drei spektakulären neuen Echsenarten, die auf der winzigen Insel Batanta entdeckt wurden. Sie kann bis zu 1 Meter lang werden. Insgesamt wurden 43 neue Reptilienarten gezählt.
Dieser Waran (Varanus macraei) ist eine von drei spektakulären neuen Echsenarten, die auf der winzigen Insel Batanta entdeckt wurden. Sie kann bis zu 1 Meter lang werden. Insgesamt wurden 43 neue Reptilienarten gezählt.
WWF/Lutz Obelgonner
Nicht minder aufregend ist der Allenís-Regenbogenfisch (Chilatherina Alleni), einer von 7 neuen Regenbogenfischarten.
Nicht minder aufregend ist der Allenís-Regenbogenfisch (Chilatherina Alleni), einer von 7 neuen Regenbogenfischarten.
WWF/G.R. Allen
Dieser Stumpfflossige Delfin (Orcaella heinsohni) wurde 2005 erstmals beobachtet. Das macht ihn zur ersten neuen Delfinart in 30 Jahren.
Dieser Stumpfflossige Delfin (Orcaella heinsohni) wurde 2005 erstmals beobachtet. Das macht ihn zur ersten neuen Delfinart in 30 Jahren.
WWF/Isabel Beasley
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Ein Frosch mit Vampirzähnen, eine blinde Schlange und ein stumpfflossiger Delfin mit abgerundetem Kopf – auf der Insel Neuguinea sind in zehn Jahren mehr als tausend neue Tierarten entdeckt worden. Laut einem am Montag veröffentlichten Bericht der Umweltschutzorganisation WWF wurden damit zwischen 1998 und 2008 im Schnitt zwei neue Arten pro Woche entdeckt. Der WWF mahnte eindringlich zum Schutz des Lebensraums der Tiere. Die zwischen Indonesien und Papua-Neuguinea aufgeteilte Insel, auf der sich eines der grössten Regenwaldgebiete der Welt befindet, gehöre zu den Regionen mit der reichsten Biodiversität weltweit, erklärte der WWF. Obwohl die Insel nur 0,5 Prozent der Landmasse der Erde ausmache, lebten dort bis zu acht Prozent aller weltweit bekannten Tierarten. Zu ihnen gehören unter anderem der mit einer Flügelspannweite von 30 Zentimetern grösste Schmetterling der Welt sowie Riesenratten, die bis zu einem Meter gross werden können.

Unter den 1060 neu entdeckten Spezies waren laut WWF zwölf Säugetiere, 43 Reptilien, 71 Fische, 134 Frösche sowie 580 wirbellose Tiere. Einen der Frösche benannten die Forscher wegen seiner seltsamen rot-schwarz gesprenkelten Augen Litoria sauroni - in Anlehnung an Sauron, die böse Macht in Tolkiens Saga «Herr der Ringe». Ein ebenfalls neu entdeckter Artgenosse misst im ausgewachsenen Zustand ein Zentimeter, ein dritter fällt durch seine scharfen, vampir-artigen Zähne auf. Auf der Liste der bisher unbekannten Spezies steht auch die harmloseste Schlange der Welt: Sie ist 14 Zentimeter lang, blind sowie gänzlich ohne Biss und Gift.

Zu den spektakulärsten Entdeckungen gehörte der stumpfflossige Delfin, der im Jahr 2005 erstmals in den flachen Gewässern vor den Flussmündungen der Insel beobachtet wurde. Laut WWF war es das erste Mal seit 30 Jahren, dass eine neue Delfinart entdeckt wurde. Es sei noch mit zahlreichen weiteren Entdeckungen neuer Tierarten zu rechnen, erklärte der WWF, warnte aber zugleich vor den Gefahren für den Lebensraum der Tiere. Der Regenwald auf Neuguinea werde mit «alarmierender» Geschwindigkeit zerstört.

AFP

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