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Bello bringt es auf bis zu 16 Stunden Schlaf pro Tag

Warum schlafen Hunde so viel? Die Wissenschaft hat darauf keine endgültige Antworten – aber Theorien.

Man weiss bei Vierbeinern nicht immer, ob sie tief schlafen oder ob sie nicht ein Ohr offen halten für den Fall, dass etwas passiert.
Man weiss bei Vierbeinern nicht immer, ob sie tief schlafen oder ob sie nicht ein Ohr offen halten für den Fall, dass etwas passiert.
Keystone

Wer je das Glück hatte, mit Hunden zusammenzuleben, weiss, dass so ein Tier viel schläft. Zwar ist seine Auf­regung gross, wenn er weiss, dass ein Spaziergang bevorsteht. Oder wenn es etwas zu fressen gibt. Aber kaum kommt man nach Hause, sucht sich der Hund einen ihm bequemen Ort und beginnt ein Nickerchen.

Bis zu 14 oder 16 Stunden Schlaf können da zusammenkommen, heisst es. Man weiss dann zwar nicht, wie tief der Vierbeiner wirklich schläft und ob er nicht eigentlich ein Ohr offen hält für das, was passieren könnte. Aber ein Hund kann auch ganz tief schlafen. Das hängt davon ab, wo er das tun kann. Zu Hause in vertrauter Nachbarschaft wird auch ein Hund mal tief einnicken. Weckt man ihn dann, wird er länger als sonst brauchen, bis er fit ist. Dazu wird er sich strecken und mächtig gähnen.

So was geht nicht, wenn man unterwegs ist. Da gilt es eine gewisse Aufmerksamkeit zu behalten. Der Hund kann sozusagen nur mit halb geschlossenen Augen schlafen. Gut möglich, dass unser Vierbeiner Schlafminuten sammelt und sich und seine Batterien für den Augenblick fit hält, wo er wirklich alle Kraft und Sprungbereitschaft braucht.

Mit Sicherheit ist es nicht nur einfach Unterbeschäftigung, die unser Bello wegschlafen muss. Hindert man Hunde nämlich daran, die von ihnen beanspruchte Schlafzeit in Anspruch zu nehmen, werden sie krank.

Vielfach untersucht

Der Schlaf von Hunden wurde zwar vielfach untersucht, aber meist im Hinblick darauf, wie man an Hunden als Versuchstieren die Behandlung von Schlafstörungen untersuchen könnte. Alte Hunde sollen sich dafür gut eignen. Vermutlich hängt das Schlafbedürfnis auch mit der Herkunft der Hunde zusammen. Sie sind schliesslich Nachkommen des Wolfs. Der wiederum ist gern in der Nacht und Dämmerung aktiv und verschläft den Tag. Gut möglich, dass am Tag davon etwas übrig ist. Die Nachtaktivität dürfte man dem Haushund längst abgewöhnt haben.

Wir wissen dank wissenschaftlichen Untersuchungen und Beobachtungen, dass ein Hund wie der Mensch verschiedene Schlafarten pflegt. So fallen Hunde wie der Mensch zeitweise in den sogenannten REM-Schlaf, bei dem sich die Augen hinter den Lidern rasch hin und her bewegen. In diesen Minuten träumen wir. Es sieht so aus, als ob ein Hund das auch und lange tut. Jedenfalls kann man oft beobachten, wie sich die Beine bewegen oder Laute ausgestossen werden. Leider können wir nicht erfahren, wie der Hund das erlebt.

Der kurze Schlaf der Giraffen

Im Schlaf bekommt das Gehirn Zeit, aufzuräumen und zum Beispiel Gelerntes zu festigen. Das ist beim Menschen so. Warum nicht auch beim Hund? Er hat allein mit der Riesenmenge von Informationen, die er zu wachen Zeiten über seine empfindliche Nase aufnimmt, ziemlich viel zu sortieren. Alle Lebewesen schlafen schon deshalb irgendwie.

Die Art des Schlafes und seine Dauer sind allerdings sehr unterschiedlich. So sollen Giraffen ihren ohnehin kurzen Schlaf aufstückeln. Damit schützen sich die Langhälse davor, im Schlaf in der Savanne überfallen zu werden. Zugegeben, eine klare Antwort auf die Hundefrage ist das nicht. Aber alles Forschen fängt mit Vermuten an. Und das haben wir reichlich begonnen.

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