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Antibiotika-resistente Erreger nachgewiesen

An zwölf Standorten in Niedersachsen lassen sich gegen Antibiotika resistente Keime finden.

Es handelt sich um multiresistente gram-negative Bakterien (MRGN). Symbolbild
Es handelt sich um multiresistente gram-negative Bakterien (MRGN). Symbolbild
Keystone

Gegen Antibiotika resistente Keime lassen sich nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Gewässern in Niedersachsen nachweisen. Dies belegten Wasser- und Sedimentproben von zwölf unterschiedlichen Standorten, berichtete der Sender am Dienstag. Von ihm beauftragte Wissenschaftler hätten darin multiresistente gram-negative Bakterien (MRGN) gefunden – darunter auch solche, die sogar gegen wichtige Reserveantibiotika unempfindlich seien.

MRGN können demnach insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen Infektionen auslösen, die schwer zu behandeln sind. Laut Bericht war prinzipiell schon bekannt, dass resistente Erreger in der Umwelt zu finden sind. Es fehlten bisher aber systematische Kontrollen hinsichtlich der Verunreinigung von Gewässern.

Experten sind alarmiert

Vom NDR befragte Experten äusserten sich besorgt. «Die Erreger sind anscheinend in der Umwelt angekommen – und das in einem Ausmass, das mich überrascht», zitierte der Sender Tim Eckmanns vom Robert-Koch-Institut. Die Befunde seien «alarmierend». Dem Sender zufolge wurden auch in Proben von zwei Badestränden an Binnengewässern resistente Bakterien nachgewiesen. Es sei aber unklar, wie gross mögliche Gefahren für Badende seien, betonte der NDR. Bei Gesunden lösten sie üblicherweise keine Infektion aus.

Auch der Mediziner Can Imirzalioglu von der Universitätsklinik in Giessen äusserte sich besorgt. In den Proben seien auch Erreger nachgewiesen worden, «die bei bestimmten Patienten durchaus schwerwiegende Infektionen verursachen können», sagte er dem NDR.

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