Waldbrände in Kalifornien «angeheizt» durch Klimawandel

Experten warnen vor einer weiteren Zunahme extremer Brände bei «ungebremstem Klimawandel».

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Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien werden nach Experten-Einschätzung durch den Klimawandel verstärkt. Das verheerende Zusammenspiel der vom Menschen verursachten globalen Klimaerwärmung mit natürlichen Faktoren sorgten dafür, dass die Brände die wohl schlimmsten in der Geschichte des US-Bundesstaats seien, erklärte die Waldbrand-Expertin Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Montag. Schon jetzt habe das Feuer dort eine Fläche zerstört, die mehr als doppelt so gross wie das Saarland (über 2500 Quadratkilometer) sei.

Verschiedene Faktoren verstärkten sich in Kalifornien gegenseitig, erklärte die Vize-Leiterin der Forschungsbereichs Erdsystemanalyse: Dazu zählten der seit Jahren ausbleibende Regen in Kalifornien, die «ungewöhnlich hohe Zahl von 129 Millionen toten Bäumen als Folge dieser Megadürre» sowie die extreme Trockenheit auf der gesamten Nordhalbkugel in diesem Sommer. Hinzu kämen die extremen Winde, die die Flammen anfachten, und «die geografischen Bedingungen von hohen Bergen und tiefen Tälern, die wie Schlote sind».

Es sei bei einem «ungebremstem Klimawandel» mit einer Zunahme extremer Waldbrände zu rechnen, erklärte Thonicke. «Dies ist und wird eine völlig neue Herausforderung für die Feuerwehrleute, die politischen Entscheidungsträger und die Bürger in Kalifornien - und in vielen anderen Regionen der Welt.» Das PIK ist nach eigenen Angaben eines der weltweit führenden Institute in der Forschung zu globalem Wandel, Klimawirkung und nachhaltiger Entwicklung.

sep/AFP

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