In Südafrika wird jeden Tag ein Nashorn getötet

Die Wilderei hat laut Tierschützern in Südafrika massiv zugenommen. Seit Jahresbeginn wurden bereits 100 Nashörner illegal geschossen. Die Tiere könnten bereits in drei Jahren ausgestorben sein.

Die Hilfe kam zu spät: Ein südafrikanischer Wildhüter neben einem getöteten Nashorn.

Die Hilfe kam zu spät: Ein südafrikanischer Wildhüter neben einem getöteten Nashorn.

(Bild: Keystone)

Tierschützer haben vor einem kompletten Aussterben der Nashörner in Südafrika in den kommenden Jahren gewarnt. Sollte die Wilderei im aktuellen Ausmass andauern, könnten Nashörner bis 2015 komplett ausgestorben sein, sagte die Tierärztin Karen Trendler, die seit fast zwei Jahrzehnten in einem Wildpark in Pretoria Nashorn-Babys aufzieht. Die «Mama Rhino» genannte Ärztin und Aktivistin hat rund 200 Nashörner aufgezogen, die keine Eltern mehr hatten.

Seit Anfang des Jahres wurden in Südafrika mehr als hundert Nashörner getötet und damit mehr als ein Tier pro Tag. Die erwachsenen Tiere werden wegen ihrer Hörner getötet, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden. Ihre Jungen sterben vielfach ohne den Schutz der Eltern. Trendler baut daher derzeit bei Mokopane im Norden des Landes eine Waisenstation auf. In der nicht-touristischen und nicht-kommerziellen Station sollen die kleinen Nashörner aufgezogen werden, um später in die Wildnis zurückzukehren.

kpn/AFP

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