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2016 war das wärmste Jahr

Noch nie wurden weltweit so hohe Temperaturen aufgezeichnet wie 2016. Der Hitzerekord wurde damit zum dritten Mal in Folge gebrochen.

Es wird immer heisser: Gedränge beim Flussbad Oberer Letten in Zürich am 10. Juli 2016.
Es wird immer heisser: Gedränge beim Flussbad Oberer Letten in Zürich am 10. Juli 2016.
Walter Bieri, Keystone
Heisse Tage, warme Nächte: In Teilen der Schweiz sind die Temperaturen Mitte Juli 2016 in der Nacht nicht unter 20 Grad gefallen (Archivbild).
Heisse Tage, warme Nächte: In Teilen der Schweiz sind die Temperaturen Mitte Juli 2016 in der Nacht nicht unter 20 Grad gefallen (Archivbild).
Ennio Leanza, Keystone
Viel Sonne, an einigen Tagen ein paar Wolken, in den Bergen  sind auch Gewitter möglich: Menschen in einem Restaurant am Zürichsee. (23. Juni 2016)
Viel Sonne, an einigen Tagen ein paar Wolken, in den Bergen sind auch Gewitter möglich: Menschen in einem Restaurant am Zürichsee. (23. Juni 2016)
Ennio Leanza, Keystone
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2016 war das weltweit heisseste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren. Es war damit das dritte Jahr in Folge, dass ein globaler Hitzerekord aufgestellt wurde.

Acht der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gab es im 21. Jahrhundert. Der weltweite Temperaturdurchschnitt lag im vergangenen Jahr um 0,94 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts.

Die weltweite Durchschnittstemperatur lag laut NOAA-Angaben bei 14,84 Grad Celsius - das sind noch einmal 0,04 Grad Celsius mehr als im Jahr 2015, als ebenso wie 2014 ein bis dato geltender Hitzerekord aufgestellt worden war. Die Nasa, deren Messungen wegen der stärkeren Berücksichtigung der Arktis leicht von denen der Wetterbehörde abweichen, sprach von einem Anstieg der Wärme um 0,12 Grad Celsius.

«Das ist eindeutig ein Rekord», sagte Gavin Schmidt, der Direktor des New Yorker Goddard-Instituts für Weltraumstudien der Nasa. «Wir schauen nicht mehr länger auf etwas, das nur Wissenschaftler sehen können, sondern etwas, das in unserem Alltag auffällt.» Die Arktis sei ganz besonders warm gewesen.

Trump sei nun Klimathemen gegenüber offen

Als Hauptgrund für die Hitzerekorde der vergangenen Jahre benennen Wissenschafter den menschengemachten Klimawandel. Auch das Klimaphänomen El Niño, das eine Erwärmung des Pazifischen Ozeans bewirkt, habe seinen Anteil.

Der Hauptfaktor sei aber der «menschliche Einfluss auf das Klima durch den Ausstoss von Treibhausgasen in die Atmosphäre», sagte der britische Klimaforscher Peter Stott. Die globalen Klimadaten wurden zwei Tage vor Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident veröffentlicht. Er hatte im Wahlkampf den menschengemachten Klimawandel als Fiktion bezeichnet und den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt.

Diese Äusserungen haben in der Weltgemeinschaft grosse Sorgen ausgelöst, dass mit Trump der Kampf gegen den Klimawandel einen schweren Rückschlag erleiden könnte. Allerdings sagte der künftige Präsident nach seinem Wahlsieg, er stehe dem Thema «offen» gegenüber.

(SDA)

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