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Der Gletscher am Eiger ist abgebrochen

Fast 20'000 Kubikmeter Eis sind am Eiger innert 24 Stunden abgestürzt. Die Gefahr ist damit gebannt.

Am Donnerstag 10.50 Uhr bricht ein grösseres Stück des Gletschers ab. Im Bild links die Bahnstrecke der Jungfraubahn.
Am Donnerstag 10.50 Uhr bricht ein grösseres Stück des Gletschers ab. Im Bild links die Bahnstrecke der Jungfraubahn.
Webcam/Jungfraubahnen
So sieht der Gletscher aktuell, also nach dem Abbruch, aus (25.08.2016).
So sieht der Gletscher aktuell, also nach dem Abbruch, aus (25.08.2016).
zvg/Jungfraubahnen
Hinter dem Bahnhof Eigergletscher der Jungfraubahn ist das gesamte Gebiet abgesperrt. Im Hintergrund von einer Wolke verdeckt hängt 1000 Meter weiter oben der abbruchgefährdete Gletscher.
Hinter dem Bahnhof Eigergletscher der Jungfraubahn ist das gesamte Gebiet abgesperrt. Im Hintergrund von einer Wolke verdeckt hängt 1000 Meter weiter oben der abbruchgefährdete Gletscher.
Bruno Petroni
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Der seit Tagen erwartete Gletscherabbruch am Eiger ist erfolgt: An der Westflanke sind innert 24 Stunden fast 20'000 Kubikmeter Eis in mehreren Abbrüchen abgestürzt. Das teilten die Jungfraubahnen am Donnerstag mit.

Die Gefahr beim Hängegletscher ist nun gebannt. Die vorsorglichen Sicherheitsabsperrungen konnten aufgehoben werden. Die Infrastruktur-Anlagen seien unbeschädigt geblieben, teilten die Jungfraubahnen mit.

Geschwindigkeiten des Gletschers markant verändert

Der Umfang des Eisabbruchs entspricht den Prognosen. Ereignisse dieser Grössenordnung kommen erfahrungsgemäss rund einmal pro Jahrzehnt vor, kleinere Abbrüche gibt es alle Jahre wieder. Den letzten ganz grossen Abbruch mit nahezu 100'000 Kubikmetern Eis gab es im August 1990.

Seit vergangenem März kommt ein modernes Überwachungssystem zum Einsatz. So wurde vor etwa zehn Tagen bemerkt, dass sich die Geschwindigkeiten des Gletschers markant veränderten – von den üblichen 5 auf mehr als 60 Zentimeter pro Tag.

Aufgrund dieser Daten wurden am Sonntag die gefährdeten Bereiche bei der Station Eigergletscher gesperrt, darunter auch Wanderwege. Nach dem Eisabbruch gingen die Geschwindigkeiten nun wieder zurück.

SDA/pat

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