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Wenn das Büsi zur Raubkatze wird

Katzenbisse hinterlassen kaum Wunden, dennoch können sie lebensgefährlich sein. Die Zürcher Spitäler behandeln regelmässig Personen mit schweren Infektionen.

Das Ehepaar Müller hat sein Tigerli schon seit zehn Jahren. Alfons ist ein friedlicher Hauskater. Kürzlich, als Ruth Müller* am Stubenfenster hantierte, sass der Kater auf dem Sims. Sie streichelte ihn, und er wollte spielen. Da passierte es: Alfons biss sie in den Handrücken. Nicht absichtlich, wie Ruth Müller betont. Zwei Stunden später konnte die 69-jährige Frau die linke Hand kaum noch bewegen. Sie war alarmiert. Denn vor wenigen Monaten hatte eine Bekannte nach einem Katzenbiss eine Blutvergiftung erlitten. Müller suchte das Kantonsspital Winterthur auf, wo man die Sache sehr ernst nahm und sofort Massnahmen ergriff: Starrkrampf-Impfung, Antibiotika-Infusion, Ausspülen der Bisswunden. Als der Handchirurg empfahl, über Nacht im Spital zu bleiben, war Ruth Müller doch etwas erstaunt.

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