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Was halten Sie vom Satz «Altwerden ist nichts für Feiglinge»?

In letzter Zeit wird in Beiträgen zum Thema Alter immer wieder der Titel eines Buches des Entertainers Joachim Fuchsberger zitiert: «Altwerden ist nichts für Feiglinge». Stimmt das?

Peter Schneider

Dieser Satz wird jeweils richtig zelebriert, als sei er der Weisheit letzter Schluss. Es gäbe viele Fragen und Bemerkungen zum Zitat, ich lasse es bei einem verärgerten Kopfschütteln bewenden. Und Sie?

Liebe Frau M.

Ich? Ich bin jetzt offenbar dazu verdonnert, an Ihrer Stelle die Bemerkungen zu machen, die Sie sich selbst zugunsten eines stummen Kopfschüttelns verkniffen haben. Ich fürchte, damit kann ich Ihnen nicht dienen. Denn ich kann beim bösesten Willen nichts Verwerfliches an diesem Satz erkennen: «Altwerden ist nichts für Feiglinge» fasst in wenigen ironischen Worten die schlichte Tatsache zusammen, dass man auf die unangenehmen Begleiterscheinungen des Altwerdens gerne dankend verzichten würde, was aber nun mal leider nicht geht, weil das Altwerden einem bekanntlich gar nicht erst eine Wahl lässt und einem darum nichts anderes übrig bleibt, als es heldenhaft zu ertragen und zu hoffen, dass die Umwelt einem dafür wenigstens etwas Respekt zollt. Der Titel von Fuchsbergers Buch – eine Autobiografie und kein Sachbuch übers Altern – stammt übrigens erklärtermassen nicht von ihm.

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