Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen
Werbung
Weiter nach der Werbung

Wann sind Antidepressiva sinnvoll?

Was wirkt bei einer Depression besser: Medikamente oder eine Psychotherapie? Foto: Plainpicture

Die Wirksamkeit von Antidepressiva wird seit ein paar Monaten kontrovers diskutiert. Betroffene und Angehörige sind verunsichert. Wann sind die Medikamente noch sinnvoll?

Weiter nach der Werbung

Hinzu kommen Anwendungen ausserhalb der Depression.

Trotzdem werden in der Schweiz Antidepressiva vor allem bei leichten Depressionen und von Allgemeinärzten verschrieben. Ein Problem?

Erich Seifritz vom Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP), findet es kein Problem, wenn Hausärzte gleich zu Beginn ein Antidepressivum vorschlagen.

Die Wirksamkeit der Psychotherapien werde überschätzt und liege in einem ähnlichen Bereich wie bei den Antidepressiva, sagt Seifritz.

Ein Teil der Depressionen ist stoffwechselbedingt. Wirkt da eine Ursachensuche nicht kontraproduktiv?

Verschiedene Therapiemethoden schliessen sich nicht aus, im Gegenteil – in Kombination helfen sie bei schwereren Störungen am besten.

Kann es manchmal nicht auch besser sein, wenn ein Betroffener mit einer Pille aus einem Teufelskreis herauskommt und dadurch positive Erlebnisse hat, die ihm helfen?

Was ist mit den negativen Auswirkungen von Psychotherapien? Symptome können auch verstärkt werden.

Böse gesagt, bleibt der Eindruck, dass sich die verschiedenen Spezialisten bei grundlegenden Fragen uneinig sind und gar nicht so genau wissen, was sie machen.

Erich Seifritz als Vertreter der SGPP empfindet die ganze Antidepressiva-Diskussion als Angriff gegen die Psychiatrie, angeheizt von Psychologen, die ihre Psychotherapien abrechnen möchten. Wie kommt das bei Ihnen an? (zum Interview mit Erich Seifritz)