Vogelgrippevirus erreicht Peking

Erstmals wurde in der chinesischen Hauptstadt das Virus H7N9 bei einem Menschen nachgewiesen. Betroffen ist ein siebenjähriges Mädchen. Bislang waren 43 Fälle im Osten Chinas gemeldet worden.

Die Vogelgrippe erreicht Peking: Mit dem Virus H7N9 infizierte Hühner werden in China geschlachtet. (12. April 2013)

Die Vogelgrippe erreicht Peking: Mit dem Virus H7N9 infizierte Hühner werden in China geschlachtet. (12. April 2013)

(Bild: Keystone)

Erstmals ist ein Fall des neuen Vogelgrippevirus H7N9 in der chinesischen Hauptstadt Peking bestätigt worden. Ein siebenjähriges Mädchen habe sich infiziert, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden.

Bislang waren 43 Fälle gemeldet worden, alle im Osten des Landes. Elf davon endeten tödlich. Der Nachweis des Virus in Peking scheint zu belegen, dass sich die Krankheit geographisch ausbreitet.

Allein in Shanghai wurden bisher 20 Fälle bestätigt. Dort ordneten die Behörden Massenschlachtungen an und schlossen alle Geflügelmärkte bis auf weiteres. Andere Städte folgten dem Beispiel der Millionenmetropole.

Bislang wurde keine Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen. Die Übertragungswege sind nach wie vor unklar, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte.

China gilt als Land mit erhöhtem Vogelgrippe-Risiko, da es zu den weltweit grössten Produzenten von Geflügelfleisch gehört und viele Hühner in ländlichen Regionen nahe von Menschen gehalten werden. An der weiter verbreiteten H5N1-Variante der Vogelgrippe starben seit 2003 bis Mitte März dieses Jahres weltweit mehr als 360 Menschen.

chk/AFP

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