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US-Behörden: Antibakterielle Seifen bringen nichts

Die US-Arzneibehörde FDA verbietet desinfizierende Reinigungsmittel. Die Schweiz will 2017 nachziehen. In Zahnpasta und Deos sind die problematischen Substanzen weiterhin erlaubt.

Wasser und gewöhnliche Seife genügen, um die Verbreitung von Keimen zu verhindern.
Wasser und gewöhnliche Seife genügen, um die Verbreitung von Keimen zu verhindern.
Mariana Bazo, Reuters

Sicher ist sicher. Das sagen sich viele, die sich in den Ferien oder während der Grippesaison vor Ansteckung schützen möchten und deshalb ihre Hände mit antibakterieller Seife waschen. Bringt nichts, sagt nun die amerikanische Arzneibehörde FDA. «Konsumenten glauben, dass antibakterielle Seifen die Verbreitung von Keimen besser verhinderten», erklärt FDA-Abteilungsleiterin Janet Woodcock in einer Mitteilung der Behörde. «Doch wir haben keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass diese besser sind als herkömmliche Seife und Wasser.» Im Gegenteil: Es gebe Daten, die nahelegten, dass antibakterielle Inhaltsstoffe langfristig mehr schadeten, als nützten.

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