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Sport als natürliches Antidepressivum

Regelmässige Bewegung fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige und psychische Fitness. Dies zeigt eine Sonderausstellung im Anatomischen Museum der Universität Basel.

Schon ein bis zwei Stunden moderate Bewegung pro Woche kann die Gehirnaktivität nachweislich verbessern.
Schon ein bis zwei Stunden moderate Bewegung pro Woche kann die Gehirnaktivität nachweislich verbessern.
Unsplash / CC0

In der am 6. September startenden Ausstellung «Geheimnisvolles Gehirn - Macht Sport schlau?» zeigt das Anatomische Museum Studien über positive Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf das Gehirn, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. In den vergangenen Jahren sei das Wissen über das menschliche Gehirn enorm gewachsen.

Schon ein bis zwei Stunden moderate Bewegung pro Woche, etwa mit Walken, Laufen, Radfahren, Tanzen oder Schwimmen, könnten demnach die Gehirnaktivität nachweislich verbessern. Bewegung helfe zudem gegen das Altern. Wer sich regelmässig bewege, fördere die Produktion neuer Nervenzellen und die Vernetzung zwischen den Zellen, was das Lern- und Erinnerungsvermögen verbessere.

«Balsam fürs Gehirn»

Beim Sport werden wie beim Neustart eines Computers «alle Fenster geschlossen» und Programme heruntergefahren, wird Museumsleiterin Magdalena Müller-Gerbl in der Mitteilung zitiert. So würden im Gehirn Ressourcen für andere Regionen und für Wachstumsprozesse frei. Dies sei wie «Balsam fürs Gehirn».

Eingesetzt werden solche Erkenntnisse gemäss Müller-Gerbl auch bei der Behandlung von Demenzkranken. Die Forschung erhoffe sich, den geistigen Abbau mit gezielten Bewegungsprogrammen zu verlangsamen. Nachgewiesen sei zudem, dass aktive Kinder besser lernen.

Gemäss zweier in der Ausstellung präsentierten Studien wurde zudem bewiesen, dass Sport ähnlich wirke wie ein Antidepressivum. Der Nutzen der körperlichen Bewegung bei Depression und Ängsten sei ähnlich gross wie eine medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlung.

«Geheimnisvolles Gehirn - Macht Sport schlau?» im Anatomischen Museum der Universität Basel zeigt nebst den Studien auch einen Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise des Gehirns - dies etwa interaktiv anhand Touchscreens, Filmen und 3D-Modellen. Die Ausstellung dauert bis Ende August 2019.

SDA/amu

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