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Novartis-Auszeichnung an Marc Donath

Der Diabetes-Forscher Marc Donath ist in Rom mit dem «Novartis-Preis für Diabetes» geehrt worden.

Der mit 25'000 Dollar dotierte Preis wurde damit erstmals an einen Schweizer vergeben, wie die Universität Zürich mitteilt. Den Preis erhalten Personen, die sich der Verbesserung des Lebens von Patienten mit Diabetes widmen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine von Novartis unabhängige, internationale Kommission von Wissenschaftern, heisst es weiter.

Donath und sein Team der Universität Zürich hatten vor rund eineinhalb Jahren Aufsehen erregt: Sie wiesen an Patienten nach, dass das Molekül Interleukin-1beta für das Versagen der Insulinproduktion bei Diabetes Typ 2 – im Volksmund «Altersdiabetes» genannt – ein Rolle spielt.

Diese Untersuchung führte zu Nachfolgestudien, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Unter der Leitung von Marc Donath wurden zwei Studien durchgeführt, je eine in den USA und in Europa. 40 Patientinnen und Patienten mit Diabetes Typ 2 erhielten dabei einen neu entwickelten Blocker des Interleukin-1beta.

Einmonatsspritze möglich

Erste Zwischenergebnisse dieser neuen Studien zeigten, dass der Einsatz einer Einmonatsspritze gegen Diabetes möglich scheine. Denn eine einzige Spritze habe ausgereicht, damit sich der Blutzuckerwert während eines Monats wesentlich verbesserte.

Geradezu spektakulär sei, dass sich die Insulinproduktion der Patientinnen und Patienten steigerte, heisst es weiter. Somit bestätige sich, dass mit dieser Therapie zum ersten Mal das Fortschreiten der Krankheit gebremst beziehungsweise rückgängig gemacht werden könne.

Bisherige Therapien können den Verlauf der Krankheit nicht beeinflussen. Die Krankkheit entsteht meist als Folge von Übergewicht. Weltweit ist Diabetes Typ 2 auf dem Vormarsch, gegen 250 Millionen Menschen sind davon betroffen.

SDA/raa

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