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Männer können weniger lange ohne

Langes Warten kann schnell langweilig werden. Frauen nehmen dabei jedoch merklich später ihr Handy zu Hilfe als Männer.

Das Handy als ständiger Begleiter: Junge Männer warten im Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rüti ZH.
Das Handy als ständiger Begleiter: Junge Männer warten im Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rüti ZH.
Gaetan Bally, Keystone

Männer halten es viel weniger lang ohne Handy aus. Dies zeigt eine neue Studieder Universitäten Würzburg und Nottingham Trent im Auftrag der russischen Sicherheitssoftware-Firma Kaspersky.

Die Probanden gaben in einer Selbsteinschätzung an, dass sie bei einer Wartezeit von zehn Minuten nach zwei bis drei Minuten zum Handy gegriffen hätten. Doch die ermittelten Daten zeigen, dass sich die subjektive Wahrnehmung klar von der Realität unterscheidet: Durchschnittlich dauerte es 44 Sekunden, bis die Teilnehmer das erste Mal ihre Handys checkten. Während insgesamt fünf der zehn Minuten benutzten sie ihr Smartphone.

Auffallend bei der Studie ist der grosse Unterschied zwischen Männern und Frauen. Während die weiblichen Teilnehmer 57 Sekunden verstreichen liessen, holten die männlichen ihr Smartphone bereits nach 21 Sekunden aus der Tasche. Die Frauen hielten es also fast dreimal so lange ohne Blick auf den Bildschirm aus.

Probanden mit einem Apple-Gerät zeigten zudem eine engere Bindung zu ihrem Gerät als Android-Nutzer. Zusätzlich konnte ein Zusammenhang zwischen Stress und Handynutzung festgestellt werden, ungeachtet des Geschlechts. Je öfter die Probanden auf dem Handy surften, desto gestresster waren sie. Allerdings wurde dieser Stress von den Teilnehmenden subjektiv nicht festgestellt. Ob nun häufige oder seltene Nutzer, alle schätzten ihr Wohlbefinden als gut ein.

Beunruhigend hingegen ist ein nebenbei ermitteltes Resultat: Um die Teilnehmer während ihrer Wartezeit abzulenken, wurde nach ihrem Gewicht und ihrem Handy-Passwort gefragt. 93 Prozent der Probanden gaben den Wissenschaftlern ihren PIN-Code bekannt, die Mehrheit davon, ohne die Aufforderung zu hinterfragen. Nur drei weigerten sich, ihr Passwort bekanntzugeben.

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