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Grippe führt 2017 zu erhöhter Sterblichkeit

Knapp 67'000 Personen sind im letzten Jahr in der Schweiz gestorben. Insbesondere die Wintergrippe hat zu einem Anstieg der Todesfälle geführt.

Bei den Männern hat sich die Lebenserwartung geringfügig verringert, bei den Frauen leicht zugenommen. (Archiv)
Bei den Männern hat sich die Lebenserwartung geringfügig verringert, bei den Frauen leicht zugenommen. (Archiv)
Georgios Kefalas, Keystone

2017 starben in der Schweiz knapp 67'000 Personen. Das sind 2000 Todesfälle oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten definitiven Zahlen zeigen. Das BFS führt den Anstieg auf die Wintergrippe zurück, die besonders ältere Menschen traf.

Die Geburtenzahl ging leicht zurück, von 87'900 im Jahr 2016 auf 87'400 im Jahr 2017. Damit sank der Geburtenüberschuss, also die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, auf 20'400 (-10,9 Prozent). Die Geburtenziffer blieb stabil bei 1,5 Kindern pro Frau, mit 30,8 Jahren auch das Alter der Mutter bei Geburt des ersten Kindes.

Den Aufwärtstrend bei der Lebenserwartung dürfte die erhöhte Sterblichkeit nur kurzfristig beeinflussen. Während sich bei den Männern die Lebenserwartung bei Geburt von 81,5 auf 81,4 Jahre geringfügig verringerte, nahm jene der Frauen von 85,3 Jahren auf 85,4 Jahre zu. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern betrug somit noch 4 Jahre, gegenüber 5,7 Jahren im Jahr 2001.

Weniger Heiraten und Scheidungen

Stark zugenommen hat 2017 die Zahl der eingetragenen Partnerschaften. Knapp 800 gleichgeschlechtliche Paare entschieden sich zu diesem Schritt – ein Plus von 8,2 Prozent. Die Zunahme betraf allerdings ausschliesslich Frauenpaare (79), während die Zahl der Männerpaare rückläufig war (-19).

Die Bereitschaft zu heiraten, nimmt hingegen weiter ab. Schon seit Mitte der 1990er-Jahre verharrt die Zahl der Eheschliessungen bei rund 40'000 pro Jahr, während die Bevölkerung stetig wächst. 2017 wurden noch 40'600 Ehen geschlossen, 2,5 Prozent weniger als 2016. Seltener gaben sich Mann und Frau in den vergangen zehn Jahren nur 2013 das Jawort.

Auf der anderen Seite wurde letztes Jahr auch deutlich weniger geschieden, insgesamt noch 15'900-mal (-6,6 Prozent). Bei Fortsetzung der 2017 beobachteten Trends geht das BFS davon aus, dass zwei von fünf Ehen (38,7 Prozent) eines Tages mit einer Scheidung enden könnten.

Grippe 1918: Kranke Soldaten wurden in Notspitälern - wie hier in einem Schulhaus in Biel - untergebracht.
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Archiv für Zeitgeschichte
Grippe 1918: Die Unterkünfte der Soldaten waren in vielen Fällen überfüllt, was die Ausbreitung der Grippe begünstigte.
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Schweizerisches Bundesarchiv
Grippe 1918: Kavalleriedenkmal auf der Lueg. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden vielerorts mit Denkmälern an die Verstorbenen erinnert.
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Wikimedia
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(SDA)

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