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«Ferrum bonum est»

Da eine korrekte Eisenbehandlung Folgekosten einsparen hilft, ist das eine kosteneffiziente Therapie. Die moderne Eisenbehandlung gehört in jede Grundversorger-Praxis.

Neben vielem Richtigem im Editorial von Kollege Streuli zur Eisenproblematik scheinen mir doch einige Präzisierungen angebracht zu sein. Wenn in vielen Ländern vermehrt die Diagnose «Eisenmangel» bei tiefem Ferritin und noch knapp normalem Hämoglobin gestellt wird, handelt es sich wohl kaum um ein «Artefakt», etwas ku?nstlich, ja iatrogen Geschaffenes. Rund 11% der Frauen und 4% der Männer sollen entsprechende Symptome wie Mu?digkeit, Konzentrationsmangel, Muskel- und Kopfschmerzen, Haarausfall, Schlafprobleme, depressive Stimmungen u.a. aufweisen. Viele Patientinnen und Patienten sind heute informiert (richtig oder falsch?) und haben gelesen und gehört, dass entsprechende Symptome wesentlich verbessert werden können.

Tatsächlich gilt es den Ferritinwert individuell zu beurteilen. Es gibt Patientinnen (immer sind auch die seltener betroffenen Männer mitgemeint), die bei tiefen Werten keine Symptome haben, andere haben bei höheren Werten bis um 50 (100?) ng/ml typische Beschwerden, die sehr häufig (natu?rlich nicht immer) auf Eiseninfusionen rasch ansprechen. Selbstverständlich gehört eine seriöse Abklärung zu jeder Diagnose. Neben einer gezielten Anamnese und einer klinischen Beurteilung gehören bei uns folgende Laboruntersuchungen dazu: Blutbild, TSH, Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D, CRP, BSR, Kreatinin, Alkalische Phosphatase, GGT, Urinstatus und Hämoccult.

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