Zum Hauptinhalt springen

Erste teilweise Schädel-Kopfhaut-Transplantation

James Boysen leidet an Diabetes und hatte Krebs. Nun ist er der erste Mensch mit einer partiellen Schädel-Kopfhaut-Transplantation.

Der erste Mensch mit einer Schädel-Kopfhaut-Transplantation: Der Texaner James Boysen im Spital in Houston nach der Operation.
Der erste Mensch mit einer Schädel-Kopfhaut-Transplantation: Der Texaner James Boysen im Spital in Houston nach der Operation.
AP/Pat Sullivan
Das erfolgreiche Ärzteteam des Houston Methodist Hospital.
Das erfolgreiche Ärzteteam des Houston Methodist Hospital.
AP/Mayra Beltran
James Boysen während der Operation.
James Boysen während der Operation.
EPA
1 / 3

James Boysen hat kein leichtes Leben hinter sich: Schon als 5-Jähriger leidet er an Diabetes, muss deswegen sein ganzes Leben Medikamente schlucken, hat schon mehrere Organtransplantationen über sich ergehen lassen müssen und hat an einem Leiomyosarkom gelitten, einer seltenen Krebsform. Nun ist er der erste Mensch der Welt, dem Teile der Schädeldecke und Kopfhaut transplantiert wurden.

Der 55-jährige Texaner wurde bereits Ende Mai in Houston dieser Operation unterzogen, die als Folge einer Krebsbehandlung notwendig wurde. An Boysens Kopf hatten sich Tumore in der glatten Kopfmuskulatur gebildet. Mit Strahlenbehandlungen konnten die Tumore zwar erfolgreich bekämpft werden, sie hinterliessen aber eine offene Wunde, die nicht heilen wollte. Diese wurde nun durch die erste partielle Schädel-Kopfhaut-Transplantation geschlossen.

«Ich werde weit mehr Haare haben als mit 21»

Gemäss einem Bericht der «Washington Post» könne der 55-Jährige nach eigener Aussage bereits etwas in der neuen Kopfhaut spüren. Eine Sache freue ihn ganz besonders: «Ich werde weit mehr Haare haben als mit 21.»

Boysen erhielt ausserdem eine neue Niere und eine Bauchspeicheldrüse. 1992 waren ihm dieselben Organe bereits einmal transplantiert worden, weil sie durch seine Diabetes versagt hatten. Damals musste er starke Medikamente gegen eine mögliche Organabstossung nehmen, die dann laut den behandelnden Ärzten zu der Krebserkrankung geführt hatten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch