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Elefant ist wieder clean – dank Methadon

Mit einer aufwändigen Entziehungskur auf einer Insel hat Xiguang in China seine Heroinsucht überwunden.

Der vierjährige Asiatische Elefant namens Xiguang wurde nun in ein Naturschutzgebiet gebracht, nachdem er den Entzug auf der Insel Hainan erfolgreich überstanden hatte. Dies berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Xiguang war heroinsüchtig geworden, nachdem Tierschmuggler ihn und einige Artgenossen mit Bananen angelockt hatten, die mit Heroin versetzt waren.

Als Polizisten die Schmuggler im Jahr 2005 festnahmen, stellten sie bei Xiguang auffälliges Verhalten fest: Seine Augen tränten ständig und er trompetete ohne Unterlass. Experten stellten schliesslich fest, dass der Dickhäuter unter Heroinentzug litt.

Einsatz von gewaltigen Methadon-Dosen

Xiguang wurde in ein Wildtier-Schutzzentrum auf Hainan geschickt. Dort erhielt er ein Jahr lang Methadonspritzen – fünf Mal so hohe Dosen wie beim Menschen, wie Xinhua berichtete. Nach einem Jahr ging es dem Elefanten langsam besser, und die Methadondosis konnte nach und nach reduziert werden. Nach seiner Heilung soll das Tier nun in der südwestlichen Provinz Yunnan leben.

Asiatische Elefanten gehören zu den bedrohten Tierarten. Nach Schätzungen von Tierschützern leben nur noch etwa 25'600 bis 32'700 Exemplare in freier Wildbahn. Die Tiere werden häufig von Bauern getötet, weil sie auf der Suche nach Nahrung deren Felder zerstören. Wilderer machen wegen ihres Elfenbeins Jagd auf die Dickhäuter.

SDA/raa

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