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Ehec-Erreger: Forscher erwarten baldigen Durchbruch

Auf der Suche nach Therapie und Schutz gegen das gefährliche Darmbakterium erwarten Forscher in den kommenden Wochen konkrete Ergebnisse. Woher der Erreger genau kommt, bleibt weiter ein Rätsel.

Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
AFP
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Reuters
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Reuters
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«Wir erhoffen uns im Laufe der nächsten Woche Hinweise zur Verhinderung weiterer Infektionen», sagte Professor Dag Harmsen vom Universitätsklinikum Münster in hr-Info. Zunächst müsse geklärt werden, was den Ehec-Keim so aggressiv mache. Dazu liefen derzeit verschiedene Untersuchungen. «Wir rechnen damit, dass wir bald genügend Daten haben, um Hinweise auf die Ursache der Aggressivität dieses Klons geben zu können», sagte Harmsen.

Mit den bisherigen Erkenntnissen könne Patienten noch nicht geholfen werden. Woher der Ehec-Erreger genau komme, sei noch nicht geklärt. Die genauere Kenntnis des mutierten Bakteriums und Vergleichsuntersuchungen an anderen Keimen werden aber Hinweise auf den Ursprung zulassen.

Forscher aus Münster und Darmstadt hatten nach eigenen Angaben das Erbgut des Ehec-Bakteriums gelesen. Danach handelt es sich um eine Art Hybridklon, der Eigenschaften unterschiedlicher Erreger in sich vereint. Simone Günther von Life Technologies in Darmstadt sagte in hr-Info: «Wir haben ihn in Rekordgeschwindigkeit entschlüsselt.»

dapd/jak

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