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Drei weitere Tote bei Meningitiswelle in den USA

Todesangst nach der Spritze: Insgesamt sind bereits elf Menschen durch ein verseuchtes Schmerzmittel ums Leben gekommen. Hauptsächlich betroffen sind die US-Staaten Tennessee, Virginia und Michigan.

119 betroffene Personen in zehn US-Bundesstaaten: Gewebeproben auf dem Weg ins Labor. (9. Oktober 2012)
119 betroffene Personen in zehn US-Bundesstaaten: Gewebeproben auf dem Weg ins Labor. (9. Oktober 2012)
Keystone

In den USA sind drei weitere Patienten an einer durch verseuchte Schmerzmittel ausgelösten Hirnhautentzündung gestorben. Die Meningitiswelle hat damit bereits elf Menschen das Leben gekostet.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC in Atlanta von gestern stieg die Zahl der Erkrankten innerhalb von 24 Stunden von 105 auf 119. Zudem kam ein zehnter betroffener Staat hinzu: Jetzt wurde auch in New Jersey südwestlich von New York ein erster Erkrankter gemeldet.

Verseuchtes Medikament

Ursache ist ein mit Pilzen verseuchtes Medikament. Mehrere Zehntausend Menschen könnten betroffen sein.

Das Präparat mit dem Wirkstoff Methylprednisolon-21-Acetat, das in die Nähe des Rückenmarks gespritzt wird, ist laut CDC in 23 der 50 Bundesstaaten geliefert worden. Insgesamt haben 76 medizinische Einrichtungen das vor allem bei chronischen Entzündungen eingesetzte Medikament erhalten.

Vor allem Tennessee betroffen

Wie es zur Verunreinigung des Medikaments kam, sei noch unklar, hiess es bei CDC. Nach wie vor verzeichnet Tennessee die mit Abstand meisten Fälle. Ein Drittel der Erkrankten (39) und mehr als die Hälfte der Todesfälle (6) wurden in dem Südstaat registriert.

Die beiden anderen Brennpunkte sind das nicht weit entfernte Virginia mit 24 Erkrankten und einem Toten und das weit im Norden gelegene Michigan. Hier starben drei Menschen, 25 Erkrankte wurden gemeldet.

SDA/chk

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