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Die Wechseljahre des Mannes sind ein Mythos

Eine neue Studie zeigt, dass Testosteronmangel nicht der Grund dafür ist, dass Potenz und Leistungsfähigkeit im Alter nachlassen.

Wenn der Mann im Alter nicht mehr ganz so fit ist, hat das nichts mit seinem Testosteron-Spiegel zu tun.
Wenn der Mann im Alter nicht mehr ganz so fit ist, hat das nichts mit seinem Testosteron-Spiegel zu tun.
Keystone

Die Wechseljahre des Mannes sind eine angebliche Krankheit, die von der Medizin und der Pharmaindustrie seit einigen Jahren propagiert wird. Mit dem Slogan «Adam hat Padam» und anderen PR-Strategien sollte der vermeintlichen Krankheit ein wissenschaftlicher Anstrich gegeben werden – Padam steht für partielles Androgendefizit des Mannes, oder anders ausgedrückt: für Testosteronmangel. Andrologen, wie Männerärzte auch genannt werden, erliessen Richtlinien, in denen eine Testosterontherapie bei erniedrigten Werten empfohlen wurde. Wissenschaftlich belegt war das nicht. Dennoch bestimmten Ärzte Hormonspiegel und verordneten teure «Aufbaupräparate» mit Testosteron. Allein in den USA sind solche Verschreibungen in den vergangenen zehn Jahren um 400 Prozent gestiegen.

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