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«Die Schweiz ist vor dieser Welle nicht gefeit»

Zwei Frauen sind bereits tot: In Deutschland breitet sich ein aggressives Darmbakterium aus. Die Schweiz ist nicht gefeit. Der Basler Infektiologe Andreas Widmer sagt, worauf zu achten ist.

Tödlich: EHEC-Bakterium.
Tödlich: EHEC-Bakterium.
Keystone

«EHEC-Infizierte kämpfen um ihr Leben», titelt die «Welt» noch heute Morgen in ihrer Onlineausgabe. Nur wenige Stunden später kommt die Meldung vom ersten Todesopfer. Es ist eine 83-jährige Rentnerin. Kurz darauf stirbt eine weitere Frau, diesmal ist es eine junge Patientin. Offenbar hat sich das Bakterium EHEC innert Kürze zum gefährlichen Sonderfall entwickelt. In inzwischen sechs norddeutschen Bundesländern tritt der Erreger gehäuft auf und das in aggressiverer Form als normal. Sprich, einige Patienten liegen auf der Intensivstation. Der Krankheitsverlauf zeigt in der Regel zuerst blutigen Durchfall, er kann aber auch zu Nierenschäden führen. Einigen Patienten musste ein Teil des Dickdarms entfernt werden. Innert kurzer Zeit wurden weit über 300 Fälle von EHEC-Infektionen oder Verdachtsfälle gemeldet. Normalerweise sind es in Deutschland rund 1000 pro Jahr, die allerdings in den meisten Fällen mild verlaufen.

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