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…vor 483 Jahren: Der «Sacco di Roma»

Am 6. Mai 1527 erfährt Rom eine der grössten Plünderungen der europäischen Geschichte.

Söldner im Raubeszug: Was nicht niet- und nagelfest war, wurde mitgenommen.
Söldner im Raubeszug: Was nicht niet- und nagelfest war, wurde mitgenommen.
Johann Lingelbach, 17. Jahrhundert

Leichen pflastern seinen Weg – so könnte der Titel dieses Kapitels der italienischen Geschichte heissen, bei dem der Papst Clemens VII. mit 42 Schweizern in die Engelsburg flüchtet. Noch heute gedenkt die Schweizergarde der Gefallenen beim «Sacco di Roma» – der Plünderung von Rom.

Seit 1519 kämpfen Karl V. von Spanien und Franz I. von Frankreich um die Vorherrschaft in Oberitalien. Nach der vernichtenden Niederlage französischer Truppen in der Schlacht von Bicocca (April 1522) fordert Clemens VII. das Herzogtum Mailand für sich und tritt aus der Allianz mit dem deutschen Kaiser und dem spanischen König aus. Die kaiserlichen Truppen, die in Oberitalien kämpfen, haben schon seit längerer Zeit keinen Sold mehr gesehen. Sie verlieren nach dem Austritt des Papstes aus der Bündnispolitik mit dem Kaiser ihre Hemmungen und stürmen nach Rom, um die Stadt zu plündern.

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