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Von Mussolini geraubter Obelisk wieder in Äthiopien

Nach mehr als 70 Jahren ist der vom früheren italienischen Diktator Benito Mussolini geraubte Obelisk von Aksum wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückgekehrt.

Vor tausenden jubelnden Zuschauern enthüllten Äthiopiens Regierungschef Meles Zenawi und der italienische Aussenstaatssekretär Alfredo Mantica am Donnerstag in Aksum den in die Flaggen der beiden Länder gehüllten Obelisken.

Die Rückkehr der 1700 Jahre alten Stele in das knapp 600 Kilometer nördlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gelegene Aksum heile die «Wunden der Vergangenheit», sagte Äthiopiens Präsident Girma Woldegiorgis. Nach jahrelangem Streit um die Stele hatte Italien den Stein vor drei Jahren an das ostafrikanische Land zurückgegeben.

1937 abtransportiert

Italienische Soldaten hatten den 24 Meter hohen und 150 Tonnen schweren Obelisken im Jahr 1937 auf Befehl Mussolinis abtransportiert. Die Säule wurde in Rom vor dem damaligen Kolonialministerium aufgestellt.

Äthiopien hatte seither stets die Rückgabe der als nationales Kulturgut geltenden Stele gefordert. Eine erste Vereinbarung darüber wurde zwar bereits 1947 getroffen; dennoch dauerte es Jahrzehnte, bis die Rückgabe in die Tat umgesetzt wurde. Anschliessend wurde das Kunstwerk mehr als drei Jahre lang restauriert.

Ein Weltkulturerbe

Das im zweiten Jahrhundert vor Christus gegründete Aksum steht auf der Uno-Liste des Weltkulturerbes. Es war die Hauptstadt des Aksumiterreichs. In seiner Blütezeit erstreckte sich das Königreich über Teile des heutigen Äthiopien, Eritreas, Somalias, des Sudans und Jemens.

SDA/se

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