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Richard III. war von Würmern befallen

Der Spulwurm verbreitet sich bei schlechter Hygiene: König Richard III. von England war davon befallen. Die Überreste des Herrschers wurden vor einem Jahr bei Grabungen unter einem Parkplatz gefunden.

Anhand des Schädels haben Forscher ein dreidimensionales Modell des Kopfes von Richard III. erstellt. (5. Februar 2013)
Anhand des Schädels haben Forscher ein dreidimensionales Modell des Kopfes von Richard III. erstellt. (5. Februar 2013)
Reuters
Die Andeutung eines Lächelns ist in der Rekonstruktion des Gesichts zu sehen. (5. Februar 2013)
Die Andeutung eines Lächelns ist in der Rekonstruktion des Gesichts zu sehen. (5. Februar 2013)
Reuters
Der Schädel verfügt noch über fast alle Zähne.
Der Schädel verfügt noch über fast alle Zähne.
Keystone
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König Richard III. von England ist von Würmern befallen gewesen: In den sterblichen Überresten des Herrschers aus dem 15. Jahrhundert fanden britische Forscher Eier des Spulwurms. Der Darmparasit verbreitet sich bei schlechter Hygiene etwa über ungewaschene Hände oder über Fäkalien, die als Düngemittel eingesetzt werden, wie die Wissenschaftler der Universität von Cambridge in der Fachzeitschrift «The Lancet» berichteten. Archäologen hatten das Skelett des Königs vor einem Jahr bei Grabungen unter einem Parkplatz im mittelenglischen Leicester gefunden.

Richard III. war 1485 in der Schlacht von Bosworth Field gefallen. Mit seinem Tod endete der Rosenkrieg, der englische Thronfolgekrieg im 15. Jahrhundert zwischen den Familien Lancaster und York. Richard III. hatte England von 1483 bis 1485 regiert und wurde durch das gleichnamige Drama von William Shakespeare unsterblich, der ihn als blutrünstigen und machtbesessenen Herrscher charakterisierte. In dem Stück wurde der König angeklagt: «Dein treulos Tun zum Raub der Würmer machte.»

Der Spulwurm (Ascaris lumbricoides) ist ein gefährlicher Parasit. Die Larven des bis zu 35 Zentimeter langen Wurms schlüpfen im Darm. Nach einer Wanderung durch den Körper wachsen sie wieder im Darm zu grossen Ansammlungen von runden, prallen Würmern heran. Ausgewachsene Weibchen können der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zufolge bis zu 200'000 Eier pro Tag legen, die sich über Fäkalien weiter verbreiten können. Ein Wurmbefall kann zu Bauchfellentzündung, Leber- und Milzvergrösserung sowie zu einem lebensbedrohenden Darmverschluss führen.

AFP/bru

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