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FBI veröffentlicht Geheimakten zu Stalins einziger Tochter

Als die Tochter des Sowjet-Diktators Josef Stalin 1967 in die USA übersiedelte, war das im Kalten Krieg der Supermächte eine Sensation. Nun wurden die geheimen FBI-Akten dazu veröffentlicht.

Hiess früher noch Swetlana Allilujewa: Lana als Kind mit ihrem Vater. (undatierte Aufnahme)
Hiess früher noch Swetlana Allilujewa: Lana als Kind mit ihrem Vater. (undatierte Aufnahme)
AFP
Yossif Vissarionovitch Dzhugashvili known as Joseph Stalin ("man of steel", 1879-1953) hugs a little girl as he reviews from the balcony of Lenin's mausoleum a military parade during May 1, 1952 celebrations at Moscow Red Square. After a failed start as a novice priest, Stalin joined the ranks of the revolutionaries Bolsheviks who seized power in Russia in 1917. Rising ruthlessly through the political ranks of Soviet new regime, Stalin succeeded the Bolshevik leader Vladimir Lenin after his death in 1924 and installed a fearsome process of repression. He become later the head of the Soviet Union and died of a cerebral haemorrhage 05 March 1953.
Yossif Vissarionovitch Dzhugashvili known as Joseph Stalin ("man of steel", 1879-1953) hugs a little girl as he reviews from the balcony of Lenin's mausoleum a military parade during May 1, 1952 celebrations at Moscow Red Square. After a failed start as a novice priest, Stalin joined the ranks of the revolutionaries Bolsheviks who seized power in Russia in 1917. Rising ruthlessly through the political ranks of Soviet new regime, Stalin succeeded the Bolshevik leader Vladimir Lenin after his death in 1924 and installed a fearsome process of repression. He become later the head of the Soviet Union and died of a cerebral haemorrhage 05 March 1953.
AFP
Das letzte grosse Interview: Lana Peters und Regisseurin Lana Parshina bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm «Svetlana on Svetlana», der am 18. April 2010 am Wisconsin Film Festival Premiere feierte. (undatierte Aufnahme)
Das letzte grosse Interview: Lana Peters und Regisseurin Lana Parshina bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm «Svetlana on Svetlana», der am 18. April 2010 am Wisconsin Film Festival Premiere feierte. (undatierte Aufnahme)
Icarus Films, Keystone
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Im Jahr 1967 siedelte die Tochter von Josef Stalin in die USA über. Knapp ein Jahr nach dem Tod von Swetlana Allilujewa, wie sie zur Geburt hiess, hat die Nachrichtenagentur AP nun Zugang zu den FBI-Akten erhalten, die sich mit den historischen Ereignissen beschäftigen. Auffallend: In den Dokumenten sind keine Hinweise darauf zu finden, dass die US-Behörden Sicherheitsvorkehrungen für die prominente Überläuferin trafen.

In den insgesamt 233 Seiten, in denen vor der Herausgabe an AP viele Stellen geschwärzt wurden, deutet auch nichts darauf hin, dass der sowjetische Geheimdienst KGB sich darum bemühte, die Stalin-Tochter aufzuspüren. Laut einer Notiz vom 2. Juni 1967 machte der Zweite Sekretär der Sowjetbotschaft in Washington einer FBI-Quelle lediglich klar, dass sein Land «sehr unglücklich über ihr Überlaufen» sei und Sorge vor einem negativen Einfluss auf die bilateralen Beziehungen habe.

Entstalinisierung war zur Zeit des Überlaufens schon Tatsache

Eine andere Notiz aus demselben Monat zitiert aber einen weiteren Informanten, der angibt, dass die Sowjetführung wegen des Falls nicht beunruhigt sei, da er «Stalins Namen und Familie weiter diskreditiert». Stalin (1878-1953) war in den 1960er Jahren bereits von seinem Nachfolger Nikita Chruschtschow für den Tod von Millionen Landsleuten verantwortlich gemacht und als Despot geächtet worden.

Allilujewa nahm in den USA 1970 den Nachnamen ihres vierten Ehemanns an und nannte sich forthin Lana Peters. Ihre Bücher wurden zu Lebzeiten Bestseller. In Interviews gab sie an, dass ihr berühmter Vater den amerikanischen Blick auf sie immer beeinflusst habe. «Es wird erwartet, dass ich mit dem Gewehr rumlaufe und Amerikaner erschiesse», sagte Peters 2007. Sie starb im November 2011 im Alter von 85 Jahren in einem Pflegeheim im US-Staat Wisconsin.

dapd/ses

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