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«Es ist, als wolle die Periode der Schweiz im Krieg nie vergehen»

Historiker Sacha Zala rät zum gelassenen Umgang mit der Schweizer Geschichte 1939 bis 1945. Für die jüngste Aufregung über die Flüchtlingspolitik und Alt-Bundesrat Steiger gebe es keinen Anlass.

Gäste aus Nazi-Deutschland: Joseph Goebbels (Mitte) und Aussenminister Freiherr von Neurath (rechts) in Genf an einer Versammlung des Völkerbunds. (Aufnahme vom Oktober 1933)
Gäste aus Nazi-Deutschland: Joseph Goebbels (Mitte) und Aussenminister Freiherr von Neurath (rechts) in Genf an einer Versammlung des Völkerbunds. (Aufnahme vom Oktober 1933)
Keystone
Blutige Auseinandersetzungen: Bei einer antifaschistischen Kundgebung töteten Rekruten der Schweizer Armee in Genf 9 Demonstranten, weitere 65 wurden verletzt. (Aufnahme vom 9. November 1932)
Blutige Auseinandersetzungen: Bei einer antifaschistischen Kundgebung töteten Rekruten der Schweizer Armee in Genf 9 Demonstranten, weitere 65 wurden verletzt. (Aufnahme vom 9. November 1932)
Keystone
Kriegsikone: Anne-Marie Blanc im Film «Gilberte de Courgenay». (1941)
Kriegsikone: Anne-Marie Blanc im Film «Gilberte de Courgenay». (1941)
Keystone
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Herr Zala, Sie kamen letzte Woche kaum mehr dazu, Ihrer Arbeit als Historiker nachzugehen. Was war da los? Ich wurde dauernd von Medienvertretern angerufen wegen dieser Scheindebatte über angeblich neue Bilder des Holocausts, und ich war gleichzeitig auch noch am Zügeln. Es gehört zwar zu meinem Pflichtenheft, Öffentlichkeitsarbeit zu machen, aber der Ansturm der letzten Tage sprengte jedes Mass. Das ist umso absurder, als meine aktuellen Forschungen die 1970er-Jahre betreffen, nicht die Kriegszeit.

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