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Das rätselhafte Räderwerk von Antikythera

111 Jahre nach seiner Entdeckung scheint ein unglaubliches Fundstück aus der Antike jetzt enträtselt. Ein Genfer Uhrenhersteller hat die Rechenmaschine en miniature nachgebaut.

Auf den ersten Blick ein Trümmerstück: Im Innern verbergen sich dreissig Zahnräder.
Auf den ersten Blick ein Trümmerstück: Im Innern verbergen sich dreissig Zahnräder.
Antikythera Mechanism Research Project

Die Geschichte des Mechanismus von Antikythera gehört zu den unglaublichsten der Archäologie. Im Jahre 1900 entdeckten griechische Schwammtaucher vor der Insel Antikythera im Meer von Kreta ein römisches Schiffswrack. Statuen, Schmuckobjekte und Luxusglaswaren konnten in einer mühevollen und gefährlichen Aktion geborgen werden. Erst nach ein paar Monaten fiel einem Museumsangestellten ein unscheinbares, etwa 30 Zentimeter grosses Fundstück auf, das fast ganz verkalkt war und im Trockenen langsam zerbröselte. Im Innern waren Schriftzeichen zu erkennen und die Spuren von fein gearbeiteten Zahnrädern. Die Fachleute waren verblüfft. Ähnliche feinmechanische Wunderwerke kannten sie frühestens aus dem 13. Jahrhundert, als die ersten Uhrwerke scheinbar aus dem Nichts auftauchten.

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