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Stummer Widerstand gegen höhere Gebühren

HSG-Studierende fürchten eine zweite Erhöhung der Studiengebühren innert eines Jahres. Jetzt protestieren sie. Keineswegs laut, sondern bewegungslos und extrem leise.

Die Nachricht traf die Studenten der HSG unerwartet und hart. Am 1. Mai gab der St. Galler Regierungsrat ein Sparpaket in der Höhe von 200 Millionen Franken bekannt. Der Rotstift wird nach den Plänen der Kantonsregierung auch bei der Universität St. Gallen angesetzt. Der Regierungsrat will eine Studiengebührenerhöhung durchsetzen und sowohl in der Lehre als auch in der Verwaltung Kosten einsparen.

Das passt den Studierenden gar nicht, weil der Regierungsrat bereits zum zweitenmal innert eines Jahres an der Gebührenschraube dreht. Und das nicht moderat: Master-Studierende sollen ab Herbst 2014 bis zu 800 Franken, Langzeitstudierende bis zu 4'800 Franken und ausländische Studierende bis zu 3000 Franken mehr für ihre Ausbildung hinblättern. Und dies, nachdem vor vier Monaten die Studiengebühren für Schweizer um rund 400 Franken und für Ausländer schon um knapp 2000 Franken pro Jahr gestiegen sind.

Flashmob in St. Gallen

Statt nun aber Hörsäle zu besetzen, Sitzblockaden zu organisieren und laut an Protestzüge teilzunehmen, führen die Studierenden zumindest in der Öffentlichkeit einen leisen, fast schon stummen Protest durch. Über das soziale Netzwerk Facebook organsierten sie einen sogenannten Flashmob. So nennt man einen scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen, aber zusammen ungewöhnliche Dinge tun.

Am Dienstagabend trafen sich rund 300 Studenten und HSG-Sympatisanten am Marktplatz und standen während Minuten still und bewegunslos (siehe Bildstrecke). So wollen die Initianten versuchen, den Kantonsrat, der im Juni über die Sparpläne des Regierungsrates beraten wird, umzustimmen. Inspirieren liessen sich die Studenten übrigens von einer ähnlichen Aktion in den USA (siehe Video links). Da die Aktion im Netz als Erfolg deklariert wird, diskutieren die Studierenden bereits über eine Wiederholung. «Die neue Dienstagsdemo ist geboren», lässt einer auf Facebook seine Kommilitonen wissen.

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