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Let's talk about the Energiewende

In der Energiepolitik vollzog Angela Merkel 2011 eine Kehrtwende. Nach Fukushima wurde die Energiewende in ihrem Wahlkampf ein zentraler Begriff. Seither hielt das Wort Einzug in den englischen Wortschatz.

Nach Weltschmerz, Blitzkrieg und Doppelgänger hat es nun auch der Begriff Energiewende in den englischen Wortschatz geschafft. Mangels treffender Übersetzung benutzt das britische Magazin «The Economist» den Begriff ebenso wie die «New York Times» oder der «Guardian». Bereits im November letzten Jahres schlüsselte der amerikanische Journalist Paul Hockenos für «Die Zeit» den Weg auf, den das Wort Energiewende zurücklegte, bis es in den englischen Sprachraum gelangte.

In der Berichterstattung von «New York Times» und »Guardian» ist aber jeweils nicht von der Schweizer Energiepolitik die Rede, sondern von jener Deutschlands. Dort macht Bundeskanzlerin Angela Merkel Wahlkampf mit der Energiewende. Diese Woche hatte sie an einem Anlass der deutschen Industrie den politischen Erfolg der Energiewende als «existenziell für die Zukunft der Wirtschaft» bezeichnet.

25 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien

Dabei hatte die Kanzlerin noch im Jahr 2010 den längst beschlossenen Atomausstieg Deutschlands rückgängig gemacht und den AKW-Betreibern Laufzeitverlängerungen von mehreren Jahren eingeräumt. Nur wenige Monate später machte die Regierung Merkel unter dem Eindruck der Fukushima-Katastrophe eine Kehrtwende und beschloss die sofortige Abschaltung von acht AKW und den Atomausstieg bis 2022. Das Parlament segneten den Entscheid ab.

Im ersten Halbjahr 2012 lieferten erneuerbare Energien in Deutschland erstmals 25 Prozent des Stroms. Dabei trug die Wasserkraft nur 4 Prozent zur Produktion bei - in der Schweiz sind es über 50 Prozent. In Deutschland war Windenergie im ersten Halbjahr 2012 mit 9,2 Prozent die wichtigste erneuerbare Energie, gefolgt von Biomasse mit 5,7 Prozent und Photovoltaik mit 5,3 Prozent.

Diskussion um Ausbauziele

Gemäss einer Studie der Agentur für Erneuerbare Energien könnte der Strom 2020 fast zur Hälfte aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Auch in Deutschland steht die Industrie der Energiewende skeptisch gegenüber, mehrere Grossunternehmen und einige Branchen treiben das Projekt jedoch voran. In der Politik werden die Ausbau- respektive die Effizienzziele ebenso kontrovers diskutiert wie in der Schweiz.

SDA/kpn

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