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Zwist in der Euro-Gruppe: Juncker verärgert über Wiener Ministerin

Kopenhagen Verstimmung in der Euro-Gruppe: Deren Chef Jean-Claude Juncker reagierte aufgebracht darauf, dass die österreichische Finanzministerin Maria Fekter den Deal zur Stärkung des Rettungsschirms noch vor dem Ende des Treffens in Kopenhagen ausplauderte.

Juncker sagte daraufhin seine angesetzte Pressekonferenz ab. «Das macht keinen Sinn mehr», sagte der Luxemburger verschnupft, weil Fekter schon alles bekannt gegeben habe. Laut Diplomaten war Juncker empört über das Vorpreschen der Österreicherin. Deren Pressegespräch über das laufende Treffen sei «ein klarer Verstoss gegen das Protokoll». Fekter entschuldigte sich daraufhin bei Juncker. Ihr Sprecher erklärte auf Anfrage der österreichischen Nachrichtenagentur APA, es habe sich um «ein wahrscheinlich nicht optimales Timing» gehandelt. «Es ist richtig, es gab eine Verstimmung». Andererseits habe Fekter bei ihrer Erklärung vor Journalisten auch darauf verwiesen, dass Juncker selbst die Details der konkreten Regelung bekanntgeben werde. «Wir haben keine endgültige Einigung verkündet, sondern zum Schluss auf ihn (Juncker, Anm.) verwiesen», erklärte der Sprecher. Die Euro-Finanzminister veröffentlichten nach dem Treffen lediglich eine Erklärung zum erhöhten Schutzwall. Der luxemburgische Premier- und Schatzminister Juncker leitet den exklusiven Ministerclub seit 2005 - sein Mandat läuft Ende Juni aus.

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