Zum Hauptinhalt springen

Wolford will 50 bis 60 Läden in China eröffnen Grösster Umsatzrückgang in der Schweiz

Wien Der österreichische Strumpf- und Wäschekonzern Wolford plant in den kommenden drei bis vier Jahren 50 bis 60 Läden in China zu eröffnen.

Dabei wird es sich um Eigen- und Partnerboutiquen sowie Shop-in-Shops handeln, sagte Wolford-Chef Holger Dahmen am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz. Der Konzern will künftig die chinesische Damenwelt mehr auf den Geschmack von Wolford-Strümpfen, Bodys und Unterwäsche bringen. Derzeit verfügt das Unternehmen über 6 Distributionsstellen im Reich der Mitte. Dahmen begründet die Entscheidung für die China-Expansion mit der Bevölkerungszahl, dem wachsenden Wohlstand und dem grossem Interesse an europäischen Marken. In China soll aber keine eigene Produktion eröffnet werden, betonte der Wolford-Chef erneut. Derzeit produziert das Unternehmen in Bregenz und betreibt eine kleine Näherei in Slowenien. Läden auch in Dubai Auch in Nahost sollen Wolford-Produkte in Zukunft vermehrt vertrieben werden. In Kürze werde unter anderem eine Boutique in Dubai eröffnet, kündigte der Wolford-Chef an. Indien habe man «am Radar», aber für die nächsten zwei bis drei Jahren gebe es keine konkreten Pläne. Es sei eine extrem heisse Region mit wenig Klimaanlagen, daher schwierige Verkaufsbedingungen für Wolford-Produkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen noch rund 70,5 Prozent des Umsatzes auf die EU-27-Länder. Wichtigster Markt war weiterhin Deutschland mit einem Umsatzanteil von 16,1 Prozent, gefolgt von den USA mit 15,8 Prozent, Österreich (11,5 Prozent) und Frankreich (11,3 Prozent) sowie Grossbritannien (8,6 Prozent). Der Umsatz stieg 2011/12 - belastet durch die Staatsschuldenkrise und einen warmen Herbst - nur um 1,3 Prozent auf 154,1 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank leicht auf 7,0 (7,3) Millionen Euro, das Ebitda auf 15,3 (15,7) Millionen Euro. Grösster Zuwachs im Spanien Das grösste Umsatzplus wurde überraschenderweise in Spanien mit 18,5 Prozent verzeichnet, weil Wolford-Distributionsstellen in der spanischen Warenhauskette El Corte Ingles übernommen wurden. Der grösste Umsatzrückgang wurde in der Schweiz (-12,6 Prozent) wegen des starken Franken und der Kaufkraftabwanderung ins Ausland registriert. Im österreichischen Heimatmarkt wurde nur ein moderates Umsatzplus von 1,7 Prozent erzielt. Eine Aussensteuerprüfung für den Zeitraum 2003/2004 bis 2009/10 liess den Nettogewinn um 2,9 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro schmelzen. Voraussichtlich wird laut Wolford ein nachträglicher Steueraufwand von 0,4 Millionen Euro anfallen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch