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Wenn der Chef den Lohn senken will

Änderungskündigungen sind verbreitet. Und in welchem Fall sind sie zulässig?

Angestellte von Fust wehrten sich 2006 gegen neue Verträge mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)
Angestellte von Fust wehrten sich 2006 gegen neue Verträge mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)

Es ist ein beinahe alltäglicher Fall, den ein Leser unlängst Redaktion Tamedia vortrug. Sein Arbeitgeber habe allen Mitarbeitern wegen schlechten Geschäftsganges einen neuen Vertrag unterbreitet mit einem tieferen Lohn. Der soll bereits im folgenden Monat in Kraft treten. Wer damit nicht einverstanden sei, dem werde gekündigt. Es stellt sich die Frage, ob das Vorgehen des Arbeitgebers zulässig ist. Klar ist: Der Lohn ist Bestandteil des Arbeitsvertrags, genauso wie etwa das Arbeitspensum, die Funktion oder der Arbeitsort. Änderungen an einem solchen vertraglichen Bestandteil sind nur möglich mit einer Änderung des Vertrags. Und dazu braucht es die Zustimmung beider Parteien, also auch der betroffenen Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters.

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