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Weissrussland droht Staatsbankrott - Minsk auf Kreditsuche

Minsk Die vor dem Staatsbankrott stehende Republik Weissrussland hofft auf einen Milliardenkredit aus Moskau.

Die frühere Sowjetrepublik benötige mittelfristig eine Tranche von mindestens 3 Milliarden Dollar, teilte Regierungschef Michail Mjasnikowitsch am Dienstag mit. Nach Medienberichten verhandelt die autoritäre Führung ausser mit Russland auch mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Moskau hat für den Bau des ersten Atomkraftwerks in Weissrussland bereits einen Kredit von 6 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Im Gegenzug zeigt Russland Interesse an Anteilen am weissrussischen Energieversorger Beltransgaz (Beltransgas). «Ich schliesse einen Antrag beim IWF nicht aus», sagte Mjasnikowitsch nach einem Treffen mit dem umstrittenen weissrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko in der Hauptstadt Minsk. Berichte über Devisen- und Lebensmittelknappheit in Weissrussland reissen nicht ab. Der seit mehr als 16 Jahren mit harter Hand regierende Lukaschenko, den Gegner als «letzten Diktator Europas» bezeichnen, nannte dies ein «Gerücht, dessen Urheber bestraft werden» müssten. Das Regime geht derzeit erneut gegen Kritiker vor und verhängte zuletzt lange Haftstrafen. Die EU hatte 3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, sollte Minsk einen demokratischen Wandel einleiten.

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