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Weissgeld ja, Polizistenrolle nein

Schweizer Bankenvertreter haben an einer Paneldiskussion ihr Bekenntnis zum «weissen Geld» betont. Sie wollen aber nicht den Polizisten spielen.

Keine Steuerpolizisten: Claude-Alain Margelisch von Swiss Banking bekräftigt seinen Standpunkt. (Archivbild)
Keine Steuerpolizisten: Claude-Alain Margelisch von Swiss Banking bekräftigt seinen Standpunkt. (Archivbild)
Anthony Anex, Keystone

Wie Bankenvertreter an der heutigen Paneldiskussion in Bern zum Ausdruck brachten, wollen sie im Inland keine Dreiecks-Beziehung mit Kunden und Staat. Sie haben darum ihre ablehnende Haltung zur Initiative Matter bekräftigt. Die Initiative will das Bankkundengeheimnis in der Verfassung verankern. Die Banken befürchten unter anderem zu hohe Haftungsrisiken. «Die Banken können nicht die Steuerpolizisten sein. Die Verantwortung muss bei den Steuerpflichtigen liegen», sagte Claude-Alain Margelisch, Geschäftsführer der Schweizerischen Bankiervereinigung.

Gerade für kleinere Banken sind unterschiedliche Regulierungssysteme nachteilig, da sie das Geschäft verkomplizieren und verteuern. «Wir brauchen einfache Konzepte», sagte Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank.

Die früheren Zeiten sind vorbei

International ist der Automatische Informationsaustausch (AIA) der neue Massstab. Für die UBS ist dieser zentral. «Wir sehen uns als internationale Bank», sagte UBS-Präsident Axel Weber an der von der Bankiervereinigung organisierten Diskussionsrunde. In keinem Land – auch nicht in der Schweiz – definiere sich die UBS als Inlandbank. Zudem hätte sich der Finanzplatz zum Weissgeld bekannt. «Es gibt kein Zurück zu anderen Zeiten», sagt er.

«Das Leben wird kompliziert» – zumindest aus der Sicht der Banken, sagte Finma-Direktor Mark Branson. Doch wolle die Finanzmarktaufsicht keine Position beziehen. Das Bankgeheimnis im Inland sei eine politische Frage. Auch die Bankenvertreter betonten, sie würden – müsste es denn sein – den politischen Willen umsetzen.

SDA/fal

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