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Visa profitiert von gestiegener Kauflust

San Francisco Das Ärgste der Wirtschaftskrise scheint vorbei, die Menschen kaufen wieder.

Einer, der davon kräftig profitiert, ist der weltgrösste Kreditkarten-Anbieter Visa. Seine Kunden zückten im vierten Geschäftsquartal (Ende September) deutlich häufiger ihr Plastikgeld als im krisengezeichneten Vorjahreszeitraum. Bei jedem einzelnen Einkauf zwackt Visa eine Gebühr ab und konnte so einen Gewinn von unterm Strich 774 Mio. Dollar einfahren, anderthalb mal so viel wie vor einem Jahr. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar zu. Vor allem das grenzüberschreitende Bezahlen florierte: Privatleute machen Ferien in fernen Ländern, Firmen schicken ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen. Konzernchef Joseph Saunders zeigte sich am Mittwoch zufrieden mit dem Abschneiden und versprach für das gerade angelaufene neue Geschäftsjahr einen weiteren Gewinn- und Umsatzanstieg. Dennoch fiel die Aktie leicht. Die Börsianer hatten bereits mit guten Zahlen gerechnet, nachdem der kleinere Rivale American Express vor wenigen Tagen geglänzt hatte. Visa ist die Nummer eins der Kreditkarten-Anbieter und hatte im ersten Halbjahr den Abstand zum direkten Verfolger Mastercard vergrössern können. Dank der wieder gut gefüllten Kasse kann sich Visa einen Aktienrückkauf von einer Milliarde Dollar leisten, den das Unternehmen parallel zur Bilanzvorlage ankündigte. Mastercard legt seine aktuellen Zahlen am kommenden Dienstag (2. November) vor. Anders als American Express verleihen die beiden Branchenführer nicht selbst Geld - sie übernehmen nur die Abwicklung und kassieren dafür Gebühren. Das Risiko unbezahlter Kartenschulden tragen die Partner, in der Regel sind das Banken.

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