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Vermutlich Hacker-Angriff: Millionen von Webseiten waren offline

New York Mysteriöser Ausfall bei einem der grössten Internet-Unternehmen in den USA: Zahllose Web-Auftritte von Web- Hoster GoDaddy waren nicht mehr erreichbar.

Ein einzelner Twitter- Nutzer erklärte sich für verantwortlich; die Motive sind unklar. Das amerikanische Internet-Unternehmen GoDaddy betreut mehr als 53 Millionen Internet-Adressen. Damit ist GoDaddy nach eigenen Angaben der weltweit grösste Web-Hoster - so werden die Vermieter von Speicherplatz für die Einrichtung von Internet-Auftritten bezeichnet. Auf den Servern von GoDaddy liegen ganz unterschiedliche Webangebote, darunter auch zahlreiche kleinere Online-Shops. Das Internet-Unternehmen mit Sitz in Scottsdale (Arizona) erklärte am Montagabend über Twitter, es werde versucht, die Probleme so schnell wie möglich zu lösen. «Wir nehmen diese Situation sehr ernst», schrieb Vorstandschef Scott Wagner, ohne näher auf technische Details der Störung einzugehen. Der Ausfall begann am Montag kurz nach 19 Uhr (MESZ). Etwa sieben Stunden später teilte GoDaddy mit, die meisten Kunden-Websites seien wieder online. Deren Daten seien nicht geschädigt worden. Zu dem Angriff bekannte sich ein Unbekannter mit dem Twitter- Konto «AnonymousOwn3r». Ob dieser tatsächlich die Störungen verursacht hat, ist ebenso ungewiss wie dessen Zugehörigkeit zur Anonymous-Bewegung. Mehrere Twitter-Nutzer, die in der Vergangenheit im Namen von Anonymous auftraten, erklärten, dass Anonymous mit dem Angriff auf GoDaddy nichts zu tun habe. Diese Gruppierung ohne feste Organisation sammelt zahlreiche Hacker-Aktivisten in ihren Reihen, die seit 2010 mehrfach Behörden und Unternehmen angegriffen haben. GoDaddy zog Anfang des Jahres den Unwillen von Netzaktivisten auf sich, weil das Unternehmen zeitweise ein inzwischen gescheitertes Gesetzesvorhaben zur Verschärfung des Urheberrechts (SOPA) unterstützt hatte.

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