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Verhandlungsmarathon in Athen: Krisensitzungen jagen sich

Athen In Griechenland jagt eine Krisensitzung die nächste, um das von der Pleite bedrohte Land zu retten.

Die Regierung in Athen steht inzwischen offenbar vor einer Einigung auf noch härtere Sparmassnahmen, wie aus Regierungskreisen verlautete. Am Montagnachmittag will Ministerpräsident Lucas Papademos zu einem alles entscheidenden Treffen mit den Vorsitzenden der Parteien zusammenkommen, die seine Regierung unterstützen. Die griechische Regierung steht an mehreren Fronten unter massivem Druck: So muss sie sich mit den Finanzkontrolleuren von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB), der sogenannten Troika, nicht nur auf weitere Einsparungen einigen, sondern auch die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern für den dringend benötigten Schuldenschnitt in Höhe von 100 Milliarden Euro erfolgreich zu Ende bringen. Die Einigung ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche von Milliarden-Hilfskrediten an das klamme Land. Sollten die Verhandlungen scheitern, droht dem Land die Staatspleite. Am Sonntagabend war eine Verhandlungsrunde der regierungsstützenden Parteien mit Papademos ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen, wie das Büro des Ministerpräsidenten mitteilte. Papademos und die Parteivorsitzenden hatten sich lediglich darauf verständigt, die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Landes mit Massnahmen zu verbessern, die auch Lohnkürzungen beinhalten könnten. Athen ist demnach bereit, den Staat um 1,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes 2012 zu verschlanken. Die «Troika», fordert, dass bis Juni 15'000 Staatsbedienstete gehen. Weiter sollen Massnahmen zur Rettung der Banken und Rentenkassen Griechenlands nach einem Schuldenschnitt getroffen werden. Zahlen und konkrete Massnahmen wurden jedoch nicht genannt. Aus Protest gegen neue drohende Kürzungen kündigten die Gewerkschaften bereits für Dienstag einen spontanen Streik an. Welchen Umfang die Arbeitsniederlegung haben wird, war zunächst unklar. Der drohende Staatsbankrott Athens ist auch eines der beherrschenden Themen des deutsch-französischen Treffens in Paris. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel reist mit zahlreichen Ministern zu Gesprächen mit Präsident Nicolas Sarkozy und französischen Regierungsvertretern.

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