Zum Hauptinhalt springen

Verfügung gegen Transocean in Brasilien teilweise aufgehoben

Transocean muss die Produktion in Brasilien nun doch nicht innert 30 Tagen stoppen.

Wie der an der Schweizer Börse kotierte Ölbohrkonzern in der Nacht auf Montag mitteilte, wurde die vorläufige Verfügung gegen Transocean am 28. September teilweise aufgehoben. Der brasilianische Minister und Präsident des obersten Gerichtshofes, Felix Fischer, habe einem entsprechenden Antrag des brasilianischen Ölindustrie-Regulators ANP stattgegeben, erklärt Transocean. Der Entscheid erfolgte nur einen Tag, nachdem die vorläufige Verfügung zur Einstellung der Produktion innert 30 Tagen ausgesprochen worden war. Transocean darf nun damit bis auf weiteres sämtliche operativen Tätigkeiten auf Offshore-Feldern in Brasilien mit Ausnahme vom «Campo de Frade» fortsetzen. Der Konzern hat derzeit im grössten südamerikanischen Land zehn Bohrinseln unter Vertrag, davon werden derzeit neun für Kunden auf anderen als dem Frade-Feld eingesetzt. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem November 2011, bei dem es Transocean und der amerikanischen Erdölgesellschaft Chevron lange nicht gelungen war, ein Leck bei einer Ölbohrplattform im Frade-Feld 121 Kilometer vor Brasiliens Südostküste in der weiteren Umgebung der Millionenstadt Rio de Janeiro zu stopfen und den Austritt einer grösseren Menge Öl zu verhindern. Zuletzt hatte sich auch der staatliche brasilianische Erdölbohrkonzern Petrobras für Transocean eingesetzt, da sieben seiner im Einsatz stehenden brasilianischen Ölbohrinseln von Transocean betrieben werden. Zudem hält Petrobras eine Beteiligung von 30 Prozent am Frade-Feld. Die Mehrheit von 51,7 Prozent gehört Chevron.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch