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Verbrauch doppelt so hoch: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Berlin Trotz Atomausstiegs und Energiewende produziert Deutschland auch bei anhaltenden Minusgraden mehr Strom, als im Inland verbraucht wird.

Deutschland kann also exportieren - besonders Frankreich ist derzeit auf Strom angewiesen. Nach Angaben von Netzbetreibern kletterte der Verbrauch dort am Dienstagabend um 19.00 Uhr auf rekordverdächtigte 100,5 Gigawatt, was der Leistung von über 80 Atomkraftwerken entspricht. Der französische Stromverbrauch ist damit derzeit fast doppelt so hoch wie in Deutschland, das 15 Millionen mehr Einwohner hat. Ein Grund dafür sei, dass es in Frankreich sehr viele Stromheizungen gebe, hiess es. Der Börsenstrompreis war mit 34 Cent je Kilowattstunde in Frankreich wegen der massiven Nachfrage fast dreimal so hoch wie zur selben Zeit in Deutschland. Teilweise muss Frankreich derzeit mehr als 7000 Megawatt (MW) Strom pro Stunde importieren, um die Versorgung aufrecht zu erhalten. In Deutschland federe gerade in hohen Verbrauchszeiten am Mittag wegen der vielen Sonne der oft geschmähte Solarstrom Verbrauchsspitzen ab. Teils würden netto über 3000 MW pro Stunde ausgeführt. Energieexperten betonen jedoch, ein Ausfall mehrerer Kraftwerke könnte wegen der hohen Nachfrage etwa in Frankreich zu erheblichen Problemen führen. «Frankreich gefährdet mit seiner atomlastigen Stromversorgung die europäische Energieversorgungssicherheit», betonte der Grünen-Politiker Hans-Josef Fell.

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