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US-Wirtschaft sorgt für Ernüchterung an der Wall Street

New York Enttäuschende US-Wirtschaftsdaten haben am Donnerstag an der Wall Street für Ernüchterung gesorgt.

Das Wachstum der US-Wirtschaft verlor im ersten Quartal mehr Tempo als bislang angenommen. Zudem stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark. Der Arbeitsagentur ADP zufolge schufen die US-Unternehmen im Mai zwar 133'000 neue Jobs. Analysten hatten jedoch mit mehr gerechnet. In der Folge verzeichnete der S&P 500 den grössten Monatsverlust seit September. Das Minus wurde durch einen Medienbericht eingegrenzt, demzufolge der Internationale Währungsfonds erwägt, einen Rettungskredit für das krisengeschüttelte Spanien aufzulegen. Allerdings bezeichnete der spanische Wirtschaftsminister die Meldung als «kompletten Unsinn». Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 12'393 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12'316 und 12'489 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,2 Prozent schwächer bei 1310 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab knapp 0,4 Prozent auf 2827 Stellen nach. Auf Monatssicht verlor der Dow 6,2 Prozent, der S&P 500 6,3 Prozent und die Nasdaq 7,2 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 6264 Stellen aus dem Handel. Die Märkte seien inzwischen weit weniger optimistisch, sagte Peter Kenny von Knight Capital. In den USA legte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal mit einer Jahresrate von 1,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Eine erste Schätzung im April hatte noch ein Plus von 2,2 Prozent ergeben. Ende 2011 war die weltgrösste Volkswirtschaft noch um 3,0 Prozent gewachsen. Grund für das schwächere Wachstum waren sinkende Ausgaben des unter Sparzwang stehenden Staates.

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