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US-Hypothekenriese kommt dank Gewinn erstmals ohne Hilfe aus

Washington Der Hypothekenkonzern Fannie Mae kann erstmals seit seiner Verstaatlichung zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008 ein Vierteljahr ohne eine weitere Geldspritze vom Steuerzahler überleben.

Im ersten Quartal verdiente das Unternehmen 2,7 Milliarden Dollar. Den Gewinn schüttet Fannie Mae dem Finanzministerium komplett in Form von Dividenden aus. Grund für die Erholung war ein Ende der Talfahrt bei den Häuserpreisen und damit ein Rückgang bei den Zahlungsausfällen, teilte Fannie Mae am Mittwoch mit. Das Finanzinstitut ist letztendlich die wichtigste Quelle für Hypotheken in den USA. Die Kosten für die Rettung von Fannie Mae und dem Schwesterunternehmen Freddie Mac belaufen sich mittlerweile auf über 150 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres hatte der Fannie Mae noch einen Verlust von 6,5 Milliarden Dollar verbucht. Im Gesamtjahr 2011 belief sich das Minus auf 16,9 Milliarden Dollar, ein Jahr zuvor waren es 14 Milliarden Dollar. Fannie Mae und Freddie Mac verleihen selber kein Geld an Immobilienkäufer. Sie kaufen und versichern jedoch Hypotheken anderer Banken, um ihnen eine grössere Kreditvergabe zu ermöglichen. Wegen dieses Geschäftsmodells gerieten sie in der Finanzkrise mit gigantischen Verlusten in die Schlagzeilen.

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