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US-Hypothekenkonzern Fannie Mae macht wieder Gewinn

Washington Der in der Finanzkrise verstaatlichte US- Hypothekenkonzern Fannie Mae schreibt wieder schwarze Zahlen.

Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Überschuss von 1,8 Milliarden Dollar nach einem Minus von 5,1 Milliarden vor einem Jahr. Das Unternehmen begründete die deutliche Verbesserung am Mittwoch mit einer Erholung am Häusermarkt. Die Regierung will Fannie Mae und den kleineren Rivalen Freddie Mac - auch er erwirtschaftete von Juli bis September einen Gewinn - abwickeln. Die beiden Institute mussten in der Krise mit fast 190 Milliarden Dollar gerettet werden. Fannie Mae und Freddie Mac waren ursprünglich private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen und dominierten den US-Markt für Immobilienfinanzierung. Mit dem Platzen der Blase am Häusermarkt gerieten beide ins Straucheln. Noch unter Präsident George W. Bush wurden sie 2008 faktisch unter staatliche Kontrolle gestellt. Freddie und Fannie stehen hinter 60 Prozent der US- Immobilienkredite. Beide verleihen selber kein Geld an Immobilienkäufer. Sie kaufen und versichern jedoch Hypotheken anderer Banken, um ihnen eine grössere Kreditvergabe zu ermöglichen. Das brockte ihnen in der Finanzkrise gigantische Verluste ein.

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