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US-Geschäft sorgt für Milliardenverlust bei Deutscher Telekom

Bonn Die Deutsche Telekom hat wegen Abschreibungen auf die Krisentochter T-Mobile USA einen Milliardenverlust verbucht.

Im dritten Quartal sei ein Fehlbetrag von 6,9 Milliarden Euro angefallen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Belastungen sind Folge der geplanten Fusion der US-Tochter mit dem Rivalen MetroPCS, die Anfang Oktober bekannt gegeben wurde. Nachteil des Deals: Da T-Mobile USA nicht mehr so hoch bewertet wird wie beim Einstieg, müssen 7,4 Milliarden Euro auf das Unternehmen abgeschrieben werden. Zusammen mit anderen Negativposten summieren sich die Sonderbelastungen auf 7,8 Milliarden Euro. Der Quartalsverlust ist der grösste für die Telekom seit zehn Jahren. Im dritten Quartal 2002 fuhr der ehemalige Staatskonzern knapp 21 Milliarden Euro Verlust ein. Grund war auch damals das US- Geschäft - hauptsächlich auf T-Mobile USA mussten damals 19 Milliarden Euro abgeschrieben werden. Telekom-Chef Rene Obermann verteidigte am Donnerstag die teuren Fusionspläne. «Wir haben im vollen Bewusstsein der buchhalterischen Konsequenzen eine zukunftsweisende Entscheidung für unser US- Geschäft getroffen», erklärte Obermann. Wer nun nur auf das tiefrote Konzernergebnis schaue, übersehe, dass das operatives Geschäft voll auf Kurs sei. Für die Telekom ist die Fusion mit dem Regionalanbieter MetroPCS nur die zweitbeste Lösung. Eigentlich wollte die Bonner T-Mobile USA - Nummer vier in dem Land - im vergangenen Jahr für 39 Milliarden Dollar an den Telekomriesen AT&T verkaufen. Die US-Wettbewerbsbehörden stoppten die Transaktion.

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