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US-Börsianer fürchten «Fiskalklippe» - Talfahrt hält an

New York Die US-Börsen haben sich am Donnerstag trotz guter Konjunkturdaten nicht von ihrem Pessimismus gelöst.

Die Kurse setzten deshalb ihre Talfahrt fort, wenn auch nicht mehr in ganz so hohem Tempo wie am Mittwoch im Anschluss an die Präsidentschaftswahl. Die Anleger äusserten erneut Furcht vor einer Blockade im US- Kongress, die einen dringend benötigten Kompromiss in der Haushaltspolitik vereiteln und der Wirtschaft gefährlich werden könnte. «Sobald wir etwas Klarheit darüber bekommen, worüber sich der Kongress Gedanken macht, wird das Vertrauen wieder zurückkehren», erklärte Rick Mickler von LibertyView Capital Management. Auch die Euro-Schuldenkrise bereitete einigen Anlegern weiter Kopfzerbrechen. Etwas gemildert wurden diese Sorgen von den US-Exporten, die im September so stark zulegten wie seit über einem Jahr nicht mehr. Die Daten legten nahe, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal deutlicher wuchs als bislang angenommen. Zudem beantragten in der vergangenen Woche weniger Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe als erwartet. Der Dow-Jones-Index büsste 0,9 Prozent auf 12'811 Punkte ein und schloss damit auf seinem Tagestief. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,2 Prozent auf 1377 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 1,4 Prozent auf 2895 Punkte. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 7204 Punkten aus dem Handel. Apple-Aktie verliert Bei den Einzelwerten lag das Augenmerk der Investoren unter anderem auf Qualcomm. Der Chiphersteller setzte dank der Erfolge von Smartphones wie dem iPhone von Apple oder der Konkurrenzmodelle von Samsung im vierten Geschäftsquartal deutlich mehr um als Analysten erwartet hatten. Die Aktie kletterte gut vier Prozent in die Höhe. Die Apple-Aktie setzte dagegen ihre Talfahrt fort und büsste knapp vier Prozent ein. Anleger machen sich Sorgen über die wachsende Konkurrenz für den wertvollsten börsennotierten Konzern der Welt. Die Papiere von McDonald's gaben zwei Prozent nach, weil die weltgrösste Schnellrestaurantkette erstmals seit fast zehn Jahren in einem Monat weniger Umsatz verbuchte.

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